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Hölzl erlöst den Meister
Sturm liegt damit weiterhin zwei Zähler hinter der Austria und der Admira, die derzeit die Ränge drei und vier einnehmen. Für Schlusslicht Kapfenberg scheinen dagegen langsam die Lichter auszugehen. Vier Runden vor Schluss fehlen den Obersteirern weiter neun Punkte auf Wr. Neustadt und den rettenden neunten Platz.
Erster Sieg für Interimscoach Kristl
Die 11.000 Zuschauer sahen in der Anfangsphase ein äußerst schwaches Regionalduell - das wohl letzte für einige Zeit. Sturm-Kapitän Manuel Weber musste nach einem Zusammenstoß mit Florin Lovin früh mit leichter Gehirnerschütterung vom Platz. An seiner Stelle kam Hölzl, auf den Interimscoach Thomas Kristl in seinem dritten Spiel im Amt vorerst verzichtet hatte (23.). Die Routiniers Mario Haas und Patrick Wolf fanden nicht einmal auf der Ersatzbank Platz.
Die Trainerfrage für die kommende Saison ist in Graz nach der Trennung von Meistermacher Franco Foda nach wie vor die bestimmende. Paul Gludovatz will bereits in naher Zukunft Ergebnisse präsentieren. „Es engt sich in den nächsten Tagen stark ein“, erklärte der neue Sportchef. Kristl, der nach zwei Remis seinen ersten vollen Erfolg als Sturm-Coach bejubeln durfte, ist offensichtlich nicht Teil der Überlegungen. Der Deutsche setzte in der Startformation auf elf Österreicher, darunter Rubin Okotie als Solospitze.
Glückliche Tore für Sturm
Okotie fand vor der Pause auch die einzigen Chancen vor. Der Stürmer scheiterte nach Vorarbeit von Haris Bukva erst an KSV-Torhüter Raphael Wolf (36.), dann setzte er eine Koch-Flanke per Kopf über das Tor (39.). Nach Seitenwechsel fand Sturm etwas mehr Räume vor, die Führung war dennoch glücklich. Kochs Fernschuss aus 25 Metern sprang von der Latte an Wolfs Hand und von dort ins Tor.
GEPA/David Rodriguez AnchueloMatthias Koch und Joachim Standfest bejubeln das glückliche 1:0Dafür durfte sich Wolf mit Paraden gegen Joachim Standfest (65.) und Florian Kainz (79.) auszeichnen. Auf der Gegenseite schlug Elsneg aus vollem Lauf nach Maßflanke von Rene Pitter zu. Zuvor hatte Mark Prettenthaler mit einer abgerissenen Flanke die Außenstange getroffen (63.). Dazu parierte ÖFB-Teamkeeper Christian Gratzei gegen den alleine gelassenen KSV-Stürmer Nathan Junior (72.). Im Finish rettete Hölzl dann auch noch die drei Punkte. Der Schuss des Mittelfeldspielers wurde von Michal Hanek unhaltbar für Wolf abgefälscht.
Schon das erste Heimspiel gegen Kapfenberg (1:0) hatte Sturm erst in der Schlussphase durch ein Tor von Darko Bodul (96.) entschieden. Die Grazer sind nun bereits sieben Runden ungeschlagen und außerdem das beste Heimteam der Liga. Von den vergangenen 19 Spielen in der UPC-Arena haben sie nur eines verloren.
Stimmen zum Spiel:
Thomas Kristl (Sturm-Interimstrainer): „Ich bin stolz auf mein Team. Man hat gesehen, dass die Mannschaft bis zum Schluss daran geglaubt hat. Es war sicher nicht unser bestes Spiel. Für uns hat sich nichts verändert, vorne haben alle gewonnen. Positiv ist, dass wir es selbst in der Hand haben, weil wir noch gegen die Austria spielen. Klar ist aber auch: Um noch einen Europacup-Platz zu erreichen, ist es eine bessere Leistung als heute nötig.“
Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): „Es tut mir leid für meine Mannschaft, ein Punkt wäre verdient gewesen. Eigentlich haben wir das Spiel kontrolliert. Wir haben es aber nicht geschafft, gefährlich zu werden. Vor der Pause haben wir kurz die Ordnung verloren. Beim ersten Tor hätte Koch nicht zum Schuss kommen dürfen. Beim zweiten Tor haben wir den Ball ins Zentrum weggeköpfelt. Das lernt man eigentlich in der Jugend, dass man das nicht tun darf. Man hat aber gesehen, dass wir kein Kanonenfutter sind.“
Andreas Hölzl (Sturm-Siegestorschütze): „Die drei Punkte sind wichtig, um den Anschluss an die Austria zu halten. Spielerisch war es ein ausgeglichenes Spiel, wobei wir aber mehr Chancen gehabt haben. Deshalb geht der Sieg in Ordnung.“
Tipp3-Bundesliga, 32. Runde
Samstag:
Sturm Graz - Kapfenberg 2:1 (0:0)
UPC-Arena, 11.022 Zuschauer, SR Krassnitzer
Torfolge:
1:0 Koch (57.)
1:1 Elsneg (70.)
2:1 Hölzl (89.)
Sturm: Gratzei - Standfest, Neuhold, Th. Burgstaller, Klem - Koch (76./Ehrenreich) - Ch. Kröpfl (82./Szabics), Weber (23./Hölzl), Bukva, Kainz - Okotie
Kapfenberg: R. Wolf - Pitter, Gerson, Hanek (91./Gollner), Prettenthaler - Grgic (85./Spirk), Lovin - Elsneg (76./Sahanek), Sencar, Babangida - Nathan Junior
Gelbe Karten: Bukva, Hölzl bzw. Pitter, Hanek
Die Besten: Koch, Klem bzw. Nathan Junior, Pitter
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Publiziert am 29.04.2012