Huntelaar oder Gomez
Nach der letzten Runde in Deutschland steht auch fest, wer Torschützenkönig der Saison 11/12 sein wird. Zwei Spieler matchen sich um den Titel der Torjägerkanone: Klaas-Jan Huntelaar von Schalke 04 und Mario Gomez von Bayern München. Huntelaar geht mit einer 27:26-Führung in das finale Wettschießen an diesem Samstag.
„Es wäre natürlich schön, dieses Ziel zu erreichen“, sagte der 28-jährige Niederländer. Er will die Krone unbedingt: „Ich konzentriere mich darauf.“ Gomez möchte den Titel verteidigen: „Wenn man die Kanone gewinnt, ist das wunderschön. Jeder Stürmer der Bundesliga wäre stolz und will das erreichen“, sagte der 26-Jährige am Freitag.

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Gomez holte bereits 2011 die begehrte Trophäe
Huntelaar ist überzeugt davon, dass er auch in Bremen nochmals zuschlagen muss, um erstmals die Nummer eins in Deutschland zu werden: „Ich gehe davon aus, dass ich mindestens einmal treffen muss.“
Gomez vom Gejagten zum Jäger
Gomez, der im Vorjahr mit 28 Treffern klar vor dem damaligen Freiburger Papiss Demba Cisse (22) landete, ist vor der Partie bei dem vom Abstieg bedrohten 1. FC Köln vom Gejagten in die Rolle des Jägers geraten. Seit dem fünften Spieltag hatte der Nationalspieler immer vor oder gleichauf mit Huntelaar gelegen. Am vergangenen Wochenende traf der Schalker jedoch doppelt und er nur einfach.
Jupp Heynckes war im Endspurt für Gomez beinahe der größere Widersacher als Huntelaar. Der Trainer schonte seinen Topstürmer zuletzt häufiger in der Liga. „Ich hatte in den letzten Wochen oftmals die Chance, mir das von der Ersatzbank aus anzugucken. Da war mir klar, dass es noch verdammt eng wird. Aber ich habe nie ein großes Theater gemacht oder aufgeregt“, betonte Gomez. Er hat ja zwei größere Ziele vor Augen: „Ich lege meine volle Kraft auf das Pokal- und das Champions-League-Finale.“
Unterstützung der Teamkollegen
Auf die Unterstützung der Teamkollegen können beide Torschützen vom Dienst zählen. „Wir werden versuchen, dem Hunter den einen oder anderen Ball aufzulegen“, kündigte Jermaine Jones an. „Klar spielen wir auch ein bisschen für Mario“, entgegnete in München Holger Badstuber: „Wir wollen alle, dass er die Torjägerkanone verteidigt.“ Es werde aber nicht so sein, „dass ich vorne im Strafraum stehen bleibe und die anderen zehn Mann rennen“, scherzte Gomez.
Das Revier von Huntelaar und Gomez ist der Strafraum. Beide explodieren vor dem Tor, besitzen einen exzellenten Torriecher. Der rechte Fuß ist ihr besserer (Huntelaar: 17 Tore, Gomez 14). Auch mit dem Kopf führt der Niederländer (6:5). Mit dem linken Fuß hat Gomez häufiger eingenetzt (7:4). Huntelaar verwandelte mehr Elfmeter (6:4).
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