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WAC macht in Lustenau nächsten Schritt

Eine Vorentscheidung ist zwar noch nicht gefallen, der WAC/St. Andrä kann den Meistersekt aber trotzdem schön langsam einkühlen. Die Kärntner trennten sich am Freitagabend zum Abschluss der 33. Erste-Liga-Runde im Topspiel von Verfolger Austria Lustenau mit 2:2 und hielten damit den Vorsprung von vier Punkten auf die Vorarlberger.

Jacobo (20.) und Jose Solano (83.) stießen die Tür in Richtung Bundesliga für die Kärntner sehr weit auf, Pierre Boya (3.) und Christoph Stückler in der Nachspielzeit (92.) hielten die Aufstiegshoffnungen der Gastgeber noch am Leben. „Es war ein interessantes Spiel, wir haben unser Minimalziel, den Vorsprung zu verteidigen, erreicht. Das war der 33. Schritt zum Titel, drei fehlen noch“, erklärte WAC-Coach Nenad Bjelica nach der Partie.

Tormannpatzer nach Traumstart

Die 6.400 Zuschauer im Reichshofstadion bekamen im Duell zweier zuletzt siegreich gebliebener Teams eine ausgeglichene Partie mit hohem Tempo zu sehen. Die Vorarlberger sorgten für einen Traumstart. Nach Krajic-Flanke nahm sich Boya den Ball herunter und vollendete wuchtig ins kurze Eck (3.). Der Kameruner bestätigte mit seinem elften Treffer im Frühjahr einmal mehr seine absolute Topform.

Bierre Boya (A.Lustenau)

GEPA/Oliver Lerch

Boya machte bereits in Minute drei zum elften Mal im Frühjahr alles richtig

Dank der Mithilfe von Lustenau-Goalie Alexander Kofler kamen die Gäste aber rasch zum Ausgleich. Der Tormann ließ einen alles andere als unhaltbaren Jacobo-Freistoß (20.) unter seinen Händen passieren. Vor der Pause verhinderten beide Goalies einen Rückstand. Boya scheiterte an Christian Dobnik (33.), auf der anderen Seite rettete Kofler nach einem idealen Zuspiel von Jacobo in den Lauf von Christian Falk (45.).

Dramatische Schlussphase

Nach der Pause übernahmen die Lustenauer schnell das Kommando und drückten auf das 2:1. Dobnik konnte sich bei einem Zwischenbrugger-Schuss (59.) und einem Kampel-Abschluss (63.) auszeichnen. Zudem schossen Zwischenbrugger (68.) und Boya (76.) drüber und Thiago ins Außennetz (74.). Wie im Fußball schon so oft passiert, rächten sich die vergebenen Chancen und wieder waren die Kärntner nach einer Standardsituation erfolgreich.

Einen Zakany-Freistoß verlängerte der aufgerückte Solano per Kopf ins Netz (83.). Die Lustenauer steckten aber nicht auf und wurden zumindest noch mit dem Ausgleich belohnt. Ein kurz abgespielter Stückler-Freistoß aus fast 30 Metern ging unhaltbar für Dobnik genau ins Kreuzeck (92.). Kurz vor Schluss sah Lustenaus Harald Dürr wegen Tätlichkeit noch eine harte Rote Karte.

Lustenau hat „das Spiel dominiert“

Damit blieben die Vorarlberger auch im vierten Saisonduell mit den Kärntnern ungeschlagen, der eine Punkte könnte aber im Titelrennen trotzdem zu wenig sein. „Von den Spielanteilen haben wird das Spiel dominiert. Unser Minimalziel haben wir aber erreicht. Es bleibt jetzt spannend bis zum Schluss. Es liegt aber nicht in unserer Hand“, erklärte Lustenau-Trainer Helgi Kolvidsson, der sich auch über „zwei billige Gegentore“ ärgerte.

„Jetzt müssen wir unsere Spiele gewinnen und hoffen, dass der WAC umfällt“, fasste Torschütze Stückler die Ausgangslage drei Spiele vor Saisonende zusammen. Für die beste Frühjahrsmannschaft Lustenau geht es bereits am Montag auswärts gegen den LASK weiter, der mit fünf Punkten Rückstand als Dritter auch noch kleine Chancen auf den Titel hat. Die Kärntner empfangen am Dienstag Schlusslicht Hartberg.

Erste Liga, 33. Runde

Freitag:

Austria Lustenau - WAC/St. Andrä 2:2 (1:1)

Reichshofstadion, 6.400 Zuschauer, SR Schüttengruber

Torfolge:
1:0 Boya (3.)
1:1 Jacobo (20.)
1:2 Solano (83.)
2:2 Ch. Stückler (92.)

Austria Lustenau: Kofler - Dunst, Pöllhuber, Ch. Stückler, Zech - Dürr, Kampel - Krajic, Zwischenbrugger, Thiago (81. Karatay) - Boya

WAC/St. Andrä: Dobnik - Baldauf, Jovanovic, Solano, Suppan (87. Kröpfl) - Messner, Putsche - Kerhe (88. Sollbauer), Zakany (77. Jochum), Jacobo - Falk

Rote Karte: Dürr (94./Tätlichkeit)

Gelbe Karten: Stückler, Zech, Krajic bzw. Suppan, Zakany

ie Besten: Boya, Dunst bzw. Jacobo, Dobnik, Zakany

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