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0:0 hilft für Europacup-Teilnahme nicht

Für Puntigamer Sturm Graz hat es am Samstag im Kampf um eine Europacup-Teilnahme einen Rückschlag gesetzt. Die Steirer kamen in der 33. Bundesliga-Runde auswärts gegen den SC Wiener Neustadt nicht über ein 0:0 hinaus und stecken damit weiterhin im Mittelfeld der Tabelle fest.

An jenem Ort, an dem im Vorjahr der für den Titelgewinn vorentscheidende 2:1-Sieg eingefahren wurde, präsentierten sich die Grazer wie so oft in dieser Saison weit von einer meisterlichen Form entfernt. Dass Sturm damit das achte Meisterschaftsspiel in Folge ohne Niederlage beendete, war für die Grazer wohl nur ein schwacher Trost.

Wiener Neustadt trifft die Latte

In einer ausgeglichenen Partie hatten die Gastgeber schon in der ersten Hälfte die besseren Chancen: Nach einem Fehler von Thomas Burgstaller lief Matthias Lindner allein auf Christian Gratzei zu, der Sturm-Goalie schnappte dem Angreifer aber den Ball vom Fuß (8.). Drei Minuten vor der Pause ging ein Volley von Mario Pollhamer nach einem Madl-Eckball an die Latte.

Von Sturm war vor der Pause in der Offensive nur sehr wenig zu sehen. Am gefährlichsten wurde es noch in der 39. Minute, als Michael Madl einen Schuss von Joachim Standfest im Strafraum verhinderte. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff landete ein Schuss von Rubin Okotie genau in den Armen von Wiener-Neustadt-Tormann Jörg Siebenhandl.

Gastgeber dem Siegestreffer näher

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Sturm mit Ausnahme dreier - teilweise knapper - Abseitstore und einem Distanzschuss von Tobias Kainz, den Siebenhandl mit einer Faustabwehr parierte (55.), wenig zu bieten. Wiener Neustadt haderte bei einem möglicherweise regulären Treffer von Mahmut Imamoglu ebenfalls mit der Abseitsentscheidung des Schiedsrichter-Assistenten (61.).

Imre Szabics (Sturm) überwindet in Abseitsposition Tormann Jörg Siebenhandl (Neustadt)APA/Herbert PfarrhoferNach der Pause traf Sturm dreimal ins Tor, allerdings dreimal aus dem Abseits

Einem regulären Treffer waren die Niederösterreicher näher, allerdings scheiterte Günter Friesenbichler zweimal an Gratzei - zunächst in der 53. und dann in der 73. Minute per Kopf. Weil der eingewechselte Grazer Flügelspieler Patrick Wolf in der 82. Minute einen Halbvolley aus 15 Metern ebenso weit danebenschoss, blieb es beim siebenten 0:0 der Wiener Neustädter in den jüngsten neun Heimspielen.

Stimmen zum Spiel:

Peter Stöger (Neustadt-Trainer): „Das Ergebnis geht in Ordnung. In der Offensive machen wir Fortschritte, leider sind wir nicht effektiv genug. Wenn man bedenkt, dass wir in den letzten Wochen in der Defensive immer umstellen mussten, kann man mit der Gesamtsituation zufrieden sein. Es war wieder ein kleiner Schritt in Richtung Klassenerhalt.“

„Es ist damit zu rechnen, dass in der nächsten Saison eine andere und wieder sehr junge Mannschaft an den Start gehen wird. Es gibt genügend junge Spieler mit Bundesliga-Niveau, die zu uns wollen. Wir haben uns im letzten Jahr einen Namen gemacht, um für junge Spieler attraktiv zu sein.“

Thomas Kristl (Sturm-Trainer): „Das Ergebnis ist gerecht. Auswärts tun wir uns einfach schwer. Warum, das wissen wir auch nicht. In der zweiten Hälfte haben wir etwas besser agiert und die eine oder andere Chance herausgespielt. Der Kampf um den Europacup geht bis zur letzten Runde, wir spielen noch gegen die Austria und Admira und haben es also selbst in der Hand.“

Tipp3-Bundesliga, 33. Runde

Samstag:

Wr. Neustadt - Sturm 0:0

Stadion Wr. Neustadt, 2.600 Zuschauer, SR Prammer

Wr. Neustadt: Siebenhandl - Imamoglu, Maak, Madl (49. Besenlehner), A. Schicker - Pollhammer, Reiter, Stanislaw, Saurer (76. Prskalo) - Friesenbichler, Lindner (64. Helly)

Sturm: Gratzei - Standfest, Dudic (82. Koch), Th. Burgstaller, Klem
- M. Weber - Hölzl (73. P. Wolf), Kröpfl, Szabics (66. Bodul), Kainz
- Okotie

Gelbe Karten: Keine bzw. Szabics, Klem

Die Besten: Siebenhandl, Friesenbichler, Saurer bzw. Gratzei, Kröpfl

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Publiziert am 06.05.2012