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Nullnummer wohl zu wenig

Kapfenberg hat sich im Spiel der letzten Chance noch eine Galgenfrist erkämpft. Die Steirer vermieden am Samstag in der 33. Runde der tipp3-Bundesliga mit einem 0:0 im Heimspiel gegen Josko Ried, dass sie drei Runden vor Schluss definitiv als Absteiger feststehen. Bei neun Punkten Rückstand auf Wr. Neustadt ist die Chance auf den Klassenerhalt aber nur noch theoretisch.

Nach dem Punktegewinn von Wr. Neustadt am Nachmittag wäre Kapfenberg bei einer Niederlage schon Fixabsteiger gewesen, doch die Elf von Trainer Thomas von Heesen bewies einmal mehr Moral. Der KSV hielt die Partie gegen die Innviertler in der ersten Halbzeit offen und war nach der Pause sogar die bessere Mannschaft, blieb aber ohne zählbaren Erfolg.

Spielszene Kapfenberg - Ried

GEPA/Markus Oberländer

Ried und Fastabsteiger Kapfenberg lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe

Flotte Partie ohne Tore

Den Fans wurde eine flotte Partie geboten, allerdings war in der ersten Hälfte für beide Mannschaften meist am Strafraum Endstation. Lediglich Kapfenberg-Stürmer Nathan Junior war einmal so richtig gefährlich, den Schuss konnte Ried-Goalie Thomas Gebauer aber entschärfen (8.).

Nach der Pause herrschte dann auch in den Strafräumen Betrieb. Kapfenberg, das in der 29. Minute Dieter Elsneg mit Verletzung verlor, erspielte sich ein Übergewicht an Chancen. Nathan Junior (50.), Elsneg-Ersatz Marco Sahanek (59.) und Kuljic (79./Fallrückzieher und 81.) hatten die besten Möglichkeiten auf den Siegestreffer.

Regulärer Ried-Treffer aberkannt

Auf der anderen Seite hätte Daniel Beichler die Rieder zum vierten Sieg im vierten Saisonduell schießen können (51.). Ein Treffer von Robert Zulj (83.) wurde fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt.

Ried erlitt damit einen Tag vor der 100-Jahr-Feier im Kampf um Rang drei und damit einen Platz in der Europa League einen Rückschlag. Die Oberösterreicher haben nun sechs Punkte Rückstand auf die Admira, aber im Cupfinale gegen Red Bull Salzburg eine weitere Chance auf einen Platz im internationalen Geschäft.

Stimmen zum Spiel:

Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir sind taktisch in das Match gegangen und haben in der zweiten Hälfte voll riskiert. Das ist uns sehr gut gelungen. Leider hatten wir nicht das Glück, dass der Ball ins Tor geht. Wir werden auch in den letzten Partien Vollgas geben, das sind wir den Gegnern schuldig. Wir werden keinen Zentimeter zurückweichen.“

Gerhard Schweitzer (Ried-Trainer): „Durch die Doppelbelastung mit dem Cup ist uns zum Schluss ein wenig das Gas ausgegangen. Im Grunde genommen muss man mit dem Punkt zufrieden sein. Unsere Leistung war okay. So wie Kapfenberg gespielt hat, spielt kein Absteiger.“

Tipp3-Bundesliga, 33. Runde

Samstag:

Kapfenberg - Ried 0:0

Franz-Fekete-Stadion, 3.120 Zuschauer, SR Ouschan

Kapfenberg: R. Wolf - Pitter, Gerson, Hanek, Prettenthaler - Grgic, Lovin (76./Kuljic) - Elsneg (29./Sahanek), Sencar, Babangida - Nathan Junior

Ried: Gebauer - Gabriel, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, Burghuber (75./Zulj) - Beichler, Carril, Meilinger (84./Baumgartner) - Guillem (66./Casanova)

Gelbe Karten: Lovin, Sencar bzw. Hadzic

Die Besten: Grgic, Babangida, Hanek bzw. Reifeltshammer, Hinum, Riegler

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