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„Keine Angst um Job“

Die Tiefschläge kommen derzeit im Dreitagesrhythmus. Nach dem Aus im Cuphalbfinale in Ried hat Austria-Trainer Ivica Vastic am Samstag auch die 2:3-Niederlage bei der Admira zugesetzt. Drei Runden vor Schluss fehlen den Wienern in der tipp-Bundesliga drei Punkte auf Platz drei und damit einen sicheren internationalen Startplatz.

Die Austria-Führung will Vastic aber die Chance geben, das Ziel Europacup zu erreichen. Nur dann verlängert sich sein Vertrag über Saisonende hinaus. „Solange wir noch die Chance haben, Dritter zu werden, wird Ivica Vastic unser Trainer sein“, erklärte Austrias Sportvorstand Thomas Parits in der Südstadt.

„Vereinsführung steht zu mir“

Noch zeigt sich auch der 42-Jährige optimistisch und verschwendet zumindest offiziell noch keinen Gedanken an eine vorzeitige Trennung von den "Veilchen. „Ich habe keine Angst um meinen Job. Die Vereinsführung steht zu mir“, sagte Vastic, der bei vielen Anhängern aufgrund der meist sehr vorsichtigen Spielanlage ganz offensichtlich schon länger unten durch ist.

Auch in der Südstadt hatten die Austria-Fans mit „Vastic raus“-Rufen und Transparenten ihrem Unmut Luft gemacht. Nach Spielende hinderten dann rund 200 Anhänger den Bus ihrer Mannschaft rund 30 Minuten lang am Verlassen der Trenkwalder Arena. Ansonsten kam es laut Admira-Generalmanager Alexander Friedl aber zu keinen gröberen Ausschreitungen.

Polizisten mit Helmen beobachten Becher werfende Austria-FansAPA/Andreas PessenlehnerDie Austria verliert das Duell um Rang drei und ihre Fans die Geduld

Vastic kämpft um seinen Job

Vastic denkt aber nicht daran, aufzugeben. Diese Woche stehen Heimspiele gegen die vermeintlichen Underdogs Wr. Neustadt und Mattersburg auf dem Programm, Konkurrent Admira hat der Papierform nach die deutlich schwerere Auslosung. In den vergangenen neun Runden gab es nur zwei Siege, dazu das Cup-Aus in Ried.

Sollte es nur zu Platz vier reichen, müssten die Wiener paradoxerweise auf einen Meistertitel ihres Erzrivalen Rapid hoffen. Die Austria wäre dann nur international vertreten, wenn Rapids Titelkonkurrent Salzburg gleichzeitig den Cup gewinnt. Sollten die Salzburger aber das Double holen, ginge der dritte Startplatz in der Europa-League-Qualifikation selbst bei einer Niederlage im Cupfinale an Ried.

„Bis zur letzten Runde kämpfen“

Vastic will sich auf die eigenen Aufgaben konzentrieren. „Wir werden bis zur letzten Runde kämpfen“, versicherte der 42-Jährige. „Ich möchte die Saison unbedingt zu Ende machen, denn ich weiß, was in der Mannschaft steckt.“ Gezeigt hat sie es in der Südstadt nur in der Schlussphase, als sie nach 0:3-Rückstand beinahe noch ein Remis geholt hätte. Die Tore erzielten die Einwechselspieler Roland Linz (69.) und Michael Liendl (70.).

Das Duo hatte frischen Wind gebracht, Linz sorgte bei seinem Comeback nach Gehirnerschütterung ständig für Gefahr. Mit Vastic, der ihn zum Reservisten degradiert hat, hat der Ex-Kapitän bereits den einen oder anderen Disput ausgefochten. „Ich muss mit dem Trainer arbeiten, den der Verein zur Verfügung stellt“, sagte Linz, nahm aber auch die Mannschaft in die Pflicht: „Von uns ist das eindeutig zu wenig. Wir sind verunsichert, es ist kein Selbstvertrauen da.“

Kritik zeigt ihre Wirkung

Die Schmähungen der eigenen Fans tragen auch nicht gerade dazu bei. „Die Mannschaft hat die Fan-Proteste nicht verdient. Sie hat sich bis zum Schluss reingehängt“, betonte Vastic. Er selbst müsse die Kritik wegstecken. Für die kommende Saison hat die Austria bereits Spielmacher Dare Vrsic von Olimpija Ljubljana verpflichtet. Ob der Slowene die Abgänge der Schlüsselspieler Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic im Winter kompensieren kann, bleibt abzuwarten. Ob Vastic dann noch Trainer ist sowieso.

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Publiziert am 07.05.2012