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Drei späte Tore und drei Ausschlüsse

Der FC Lustenau hat am Dienstag im Kampf um den direkten Klassenerhalt in der Ersten Liga einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Lustenauer mussten sich in der 34. Runde im Derby daheim gegen Cashpoint Altach nach einem spektakulären Finish mit einem 2:2 (1:0) zufriedengeben.

Da der direkte Konkurrent Vienna einen 2:0-Auswärtserfolg gegen St. Pölten feierte, liegen die Vorarlberger nun zwei Runden vor Schluss zwei Punkte hinter den achtplatzierten Wienern. Der Neunte muss am 5. und 8. Juni in der Relegation gegen den GAK, den Meister der Regionalliga Mitte, antreten.

Martin Kobras, Trainer Edi Stoehr (Altach), Dennis Mimm und Stipe Vucur (FC Lustenau)

GEPA/Oliver Lerch

Neue Freunde haben die Kicker in diesem Spiel wohl nicht gefunden

Die Altacher waren in der Anfangsphase gegen die nervös wirkenden Lustenauer spielbestimmend. Bei einer Dreifachchance trafen Andreas Lienhart und Hannes Eder jeweils die Latte, Philipp Netzer vergab dann auch noch den Nachschuss (9.). Danach fand aber auch der Gastgeber ins Spiel. Kurz vor der Pause bereitete Ali Osman die 1:0-Führung mustergültig vor, seinen Querpass verwertete Enes Novinic (43.).

Zwei Rote in drei Minuten

Nach der Pause verteidigte Lustenau mit aller Kraft den knappen Vorsprung. Die Altacher schwächten sich selbst, denn Eder flog mit Gelb-Rot vom Platz (65.). Der Vorteil der numerischen Überlegenheit dauerte für Lustenau aber nur drei Minuten.

Goalie Andreas Lukse sah nach einem Foul gegen den heranbrausenden Patrick Seeger wegen Torraubs Rot (68.). Die Lustenauer hatten Glück, dass Referee Dieter Muckenhammer bei dem Foul an der Strafraumgrenze nicht auf Elfmeter, sondern nur auf Freistoß entschied.

Heiße Szenen in der Schlussphase

Dennoch gelang den Altachern der Ausgleich, denn Netzer setzte einen wuchtigen Schuss aus 25 Metern ins linke Kreuzeck zum 1:1 (84.). Nach Handspiel von Netzer im eigenen Strafraum sah es nach einem Last-Minute-Sieg der Lustenauer aus, denn Florian Zellhofer verwertete den Elfmeter souverän in die Tormitte (93.).

Mit dem letzten Schuss des Spiels gelang Altach aber durch Thorsten Schick noch einmal der Ausgleich (95.). Treffer fielen danach keine mehr, dafür gab es aber noch einen Ausschluss. Altachs Daniel Schöpf sah nach Kritik die Gelb-Rote Karte. Damit ist der FCL schon elf Partien gegen die Altacher sieglos (sechs Remis, fünf Niederlagen).

Erste Liga, 34. Runde

Dienstag:

FC Lustenau - Altach 2:2 (1:0)

Reichshofstadion, 2.500 Zuschauer, SR Muckenhammer

Torfolge:
1:0 Novinic (43.)
1:1 Netzer (84.)
2:1 Zellhofer (93./Elfer)
2:2 Schick (95.)

FC Lustenau: Lukse - Lebedev (46./Mimm), Vucur, Haselberger - Teurezbacher, Freitag, Holzmann - Hinterseer, Novinic (81./Zellhofer)), Luxbacher - Osman (70./Durakovic)

Altach: Kobras - Lienhart, Schösswendter, Eder, Erbek (94./Sereinig)- Netzer - Zachhuber (46./Scherrer), Schöpf, Hörmann (64./Seeger), Schick - Ademi

Rote Karte: Lukse (68., Torraub)

Gelb-Rote Karten: Eder (65., wiederholtes Foulspiel) bzw. Schöpf (95., Foul, Kritik)

Gelbe Karten: Novinic bzw. Erbek, Netzer, Zachhuber, Lienhart

Die besten Spieler: Luxbacher, Osman bzw. Kobras, Netzer

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