Themenüberblick

Zweiter Hartberger Saisonsieg über WAC

Der WAC/St. Andrä hat am Dienstag im Erste-Liga-Titelkampf Nerven gezeigt. Die Kärntner verloren vor 4.000 Zuschauern in der Lavanttal-Arena im Duell des Tabellenführers mit Fixabsteiger TSV Hartberg klar mit 1:4 (1:0) und liegen zwei Runden vor Schluss nur noch zwei Punkte vor dem LASK.

Auf die Wolfsberger wartet nun am Freitag das Auswärtsspiel bei der Vienna. Der LASK empfängt den SV Grödig, ehe es in der letzten Runde am 18. Mai noch zum direkten Duell der beiden ersten Titelkandidaten in der Lavanttal-Arena kommt. Hartberg beendete eine Serie von zwölf Partien ohne Sieg mit dem ersten Erfolg seit 29. November 2011 und feierte damit gleich zwei von nur sechs Saisonsiegen gegen den WAC.

Jubel von Peter Kozissnik, Emir Edo Adilovic und Robert Strobl (Hartberg)GEPA/Wolfgang JannachHartberg schaffte die Sensation

Michael Huber (65.), Josip Fucek (76.) und Edmir Adilovic (88., 91.) sorgten in der letzten halben Stunde noch für den verdienten Auswärtssieg von Hartberg. Stephan Stückler hatte die Kärntner in Führung geschossen (19.) - für sie war es erst die zweite Heimniederlage in den jüngsten 23 Partien.

Programmgemäße Führung

Die Hartberger standen seit vergangener Runde als Fixabsteiger fest, hielten aber voll dagegen. Was der Elf von Coach Walter Hörmann aber vorerst fehlte, war wie so oft im Frühjahr die Effizienz. Friedl probierte es aus kurzer Distanz mit einem „Ferserl“ (8.) und stellte WAC-Tormann Dobnik vor keine Probleme, zudem ging ein Tauschmann-Kopfball daneben (15.).

Die Kärntner machten ihre Sache nach nervösem Beginn deutlich besser. Hartberg-Goalie Rindler konnte einen Jacobo-Schuss zwar parieren (17.), war zwei Minuten später aber erstmals geschlagen. Nach herrlichem Lochpass von Solano scheiterte Stückler zwar noch an Rindler, gegen den Abstauber des WAC-Stürmers war der TSV-Tormann aber machtlos.

Wende in zweiter Spielhälfte

Rindler bewahrte seine Mannschaft in der Folge mit einer starken Parade bei einem Falk-Kopfball vor dem 0:2 (23.). Sonst war aber auch von den Kärntnern nicht viel zu sehen, sie beschränkten sich darauf, das Ergebnis zu verwalten. Das wurde vor allem in der Anfangsphase der zweiten Hälfte augenscheinlich. Die Partie plätscherte dahin, da der TSV zwar gefällig spielte, aber sich kaum wirklich entscheidend in Szene setzen konnte. Dann leitete aber eine Standardsituation noch einmal die Wende ein.

Nach Corner von Adilovic besorgte Huber per Kopf den nicht unverdienten Ausgleich (65.). Und die Steirer spielten sich danach in einen Rausch. Der zur Pause eingewechselte Fucek setzte sich nach einem Konter gegen Solano auf der rechten Seite durch und traf ins kurze Eck (76.). Adilovic mit einem Doppelpack (88., 91.) sorgte noch für klare Verhältnisse und bei den Kärntnern für hängende Köpfe.

WAC-Trainer Nenad BjelicaGEPA/Wolfgang JannachWAC-Trainer Bjelica fiel der Abschied von den enttäuschten Fans nicht leicht

„Völlig unverständlich, dass wir in der zweiten Hälfte so unsicher und ängstlich waren“, zeigte sich WAC-Coach Nenad Bjelica schwer enttäuscht. „In der ersten Hälfte hatten wir dominiert, aber den Sack nicht zugemacht. Wir haben seit Wochen viel Druck, und so eine Niederlage ist natürlich bitter. Aber wir haben auch noch das direkte Duell mit dem LASK vor uns.“

Erste Liga, 34. Runde

Dienstag:

WAC/St. Andrä - Hartberg 1:4 (1:0)

Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 3.950 Zuschauer, SR Drachta

Torfolge:
1:0 (19.) S. Stückler
1:1 (65.) Huber
1:2 (76.) Fucek
1:3 (88.) Adilovic
1:4 (91.) Adilovic

WAC/St. Andrä: Dobnik - Sollbauer, Jovanovic, Solano, Baldauf - Kerhe, Putsche (79./Topcagic), Micic, Jacobo - Falk, S. Stückler

Hartberg: Rindler - Tauschmann, Miljatovic, Huber, Strobl - Kozissnik, Adilovic, Prietl (86./Ismaili), Rossmann (46./Gremsl) - Schober (46./Fucek), Friedl

Gelbe Karten: Solano, Micic bzw. Miljatovic, Huber, Adilovic, Fucek

Die Besten: S. Stückler bzw. Fucek, Adilovic, Rindler

Links:

Publiziert am 09.05.2012