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Im Visier von Real Madrid
Mit seinen Treffern elf und zwölf in der abgelaufenen Ausgabe der Europa League führte Falcao die spanischen „Colchoneros“ - die „Matratzenmacher“ - zum insgesamt dritten Europacup-Sieg. Bereits im Vorjahr hatte der 26-Jährige Porto im Finale gegen Sporting Braga zum Titel in der Europa League geschossen. „Was will man mehr vom Leben? Ich danke Gott“, sagte der Kolumbianer, der mit seinen beiden Toren in der 7. und 34. Minute für die Vorentscheidung beim 3:0-Sieg über Athletic Bilbao sorgte.
„Hat das Tor im Blut“
Bereits in der vergangenen Saison war der am 10. Februar in Santa Marta geborene Stürmer der „Mr. Europa League“. 17-mal traf Falcao für Porto im Europacup ins Schwarze und löschte damit den bisherigen Rekord des Deutschen Jürgen Klinsmann (15 Tore) aus. Obwohl er seinen Vertrag bei den Portugiesen bis 2015 verlängert hatte, wechselte Falcao im vergangenen Sommer zu Atletico Madrid. 40 Mio. Euro Ablösesumme ließen sich die Madrilenen laut spanischen Medien den Stürmer kosten.
APA/EPA/Srdjan SukiEuropas neuer Stürmerstar Falcao: Tiefgläubig und torgefährlichEine Investition, die sich schlagartig bezahlt machte. „Er ist einer der besten Stürmer Europas, es ist ein Vergnügen, mit ihm in einem Team zu spielen“, sagte sein Clubkollege Diego, der im Finale gegen Bilbao den entscheidenden Treffer zum 3:0 beisteuerte. „Falcao hat das Tor im Blut“, lobte auch Juanfran seinen Mitspieler. Und Fußball wurde Falcao tatsächlich sprichwörtlich in die Wiege gelegt.
Sein Vater Radamel Garcia King jagte selbst dem runden Leder nach und achtete bereits bei der Taufe darauf, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt. Der Mittelname von Radamel Junior ist eine Hommage an Paulo Roberto Falcao, der in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu den Stützen der brasilianischen „Selecao“ zählte und AS Roma zum 1982/83 zum italienischen Meistertitel führte.
Debüt mit 13 Jahren
Obwohl er in seiner Jugend ursprünglich Baseball-Spieler werden wollte, arbeitete sich „Falcao II“ im Fußball zielstrebig nach oben. Am 28. August 1999 debütierte der Stürmer bereits als 13-Jähriger im Dress von Lanceros Fair Play gegen Deportivo Pereira in der zweiten kolumbianischen Liga und wurde damit zum jüngsten Profi in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Im Alter von 15 Jahren wechselte Falcao zum argentinischen Topclub River Plate, wo er 2008 erstmals in seiner Karriere Meister wurde.
2009 wagte der Kolumbianer schließlich den Gang nach Europa zum FC Porto, ehe er im Sommer 2011 nach Madrid wechselte. „Nach oben hat Falcao keine Grenzen. Er kann viel besser werden. Er ist ein toller Mensch, superehrgeizig, ruht sich nicht auf Lorbeeren aus“, sagte Atleticos Trainer Diego Simeone über seinen Superstar, dessen Erfolgsrezept simpel lautet: „Man muss die Erfahrung nutzen, aber mit der Begeisterung eines Kindes spielen.“
Real angelt nach Falcao
Sollte Atletico Madrid, eine Runde vor Schluss Fünfter der spanischen Primera Division, nicht mehr den Sprung in die Champions League schaffen, wird „El Tigre“ - „der Tiger“ - von Atletico nur schwer zu halten sein. Die Topclubs Europas stehen für den Torjäger laut spanischen Medien Schlange. Dabei hatten gerade die Medien den Transfer des Kolumbianers im Sommer zu Atletico noch heftig kritisiert. Als technisch nicht stark genug wurde der 26-Jährige damals für die spanische Liga als nicht gut genug abgeschrieben.
Jetzt wird der Kolumbianer nicht nur gelobt, sondern mit den Spitzenclubs Real Madrid, Manchester City und Chelsea in Verbindung gebracht. Real dürfte dabei die besten Karten haben, denn Falcaos Manager, der Portugiese Jorge Mendes, hat auch Cristiano Ronaldo und Real-Trainer Jose Mourinho auf seiner Klientenliste. Und auch die kolportierten 60 Mio. Euro Ablöse dürften für den frischgebackenen spanischen Meister kein Problem sein.
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Publiziert am 10.05.2012