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Mut zum Risiko wird belohnt

Die Austria bleibt im Rennen um die Europa-League-Qualifikation vor den letzten beiden Runden der tipp3-Bundesliga im Geschäft. Die „Veilchen“ feierten am Donnerstag in der 34. Runde einen 3:1-Heimsieg gegen Wiener Neustadt und liegen damit in der Tabelle weiter drei Punkte hinter der ebenfalls siegreich gebliebenen, drittplatzierten Admira auf Rang vier.

Der in der Kritik stehende Trainer Ivica Vastic setzte gegen die Niederösterreicher auf ein offensives 4-3-3-System und wurde für den Mut zum Risiko auch belohnt. Mit Toren von Michel Liendl (9.), Roland Linz (37.) und einem sehenswerter Treffer von Marko Stankovic (45.) fixierten die Hausherren bereits den Sieg. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer gegen um drei gesperrte und zwei verletzte Stammspieler dezimierte Austria gelang Günter Friesenbichler (42.).

Kollektiver Jubel der Austria-MannschaftAPA/Helmut FohringerIn solcher Jubelstimmung hat man die Austria zuletzt selten gesehen

Sicherheit nach schneller Führung

Die Austria begann aber auch ziemlich forsch, der unbedingte Siegeswille war vor 7.035 Fans zu erkennen. Liendl sorgte beim Führungstreffer zum ersten Sieg in vier Saisonduellen der beiden Teams nach drei Remis für Vorarbeit und auch Abschluss. Zentral hatte er nach links auf den Ex-Neustädter Tomas Simkovic gespielt, dessen Hereinspiel verwertete er nach einer unglücklichen Abwehr von Goalie Jörg Siebenhandl (9.).

Auch den zweiten Austria-Treffer bereitete Simkovic vor. Linz rutschte in die Vorlage und traf aus schrägem Winkel ins leere Tor für seinen elften Saisontreffer (37.). Mit ihrer ersten echten Torchance schafften die sonst eher harmlosen Gäste den Anschlusstreffer, allerdings war die Austria-Abwehr auch schlecht gestanden.

Eine Flanke von Mario Pollhammer köpfelte Friesenbichler zum Wiener Neustädter Treffer ein (43.). Doch noch vor der Pause fixierte Stankovic nach Liendl-Hereingabe verkehrt zum Tor stehend mit einem schönen Fersler den Endstand, Siebenhandl ließ sich überraschen.

Austria dem vierten Tor näher

Nach der Pause tat sich nicht mehr allzu viel. Tomas Jun ließ schon bald nach Wiederanpfiff die Chance auf die endgültige Entscheidung aus (48.). Auf der Gegenseite konnte der für den eher defensiv orientierten Michael Stanislaw gebrachte, offensiv ausgerichtete Serkan Ciftci auch nicht die Wende bringen. Die Gastgeber waren dem 4:1 näher als die Niederösterreicher dem neuerlichen Anschlusstor. Wiener Neustadt ist damit seit elf Runden sieglos.

Stimmen zum Spiel:

Ivica Vastic (Austria-Trainer): „Ich muss meiner Mannschaft gratulieren. Wir haben von Anfang an das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind aggressiv ins Spiel gegangen und haben dies auch auf dem Platz gezeigt. Wir haben verdient geführt und nach einer Unaufmerksamkeit das 1:2 bekommen. Das hat uns verunsichert, aber das 3:1 vor der Pause war wichtig. In der zweiten Spielhälfte wollten wir daran anschließen, aber der eine oder andere ist müde geworden. Das hat sich ausgewirkt.“

Peter Stöger (Wiener-Neustadt-Trainer): „Die Austria war 90 Minuten lang die bessere Mannschaft. Wir haben heute eines unserer schlechteren Spiele gemacht, obwohl wir gewusst haben, dass wir gerettet sind. Ich habe gehofft, dass wir befreiter aufspielen. Knackpunkt war das 1:3, nachdem wir eigentlich den psychologisch guten Anschlusstreffer vor der Pause erzielt haben.“

Tipp3-Bundesliga, 34. Runde

Donnerstag:

Austria - Wr. Neustadt 3:1 (3:1)

Generali Arena, 7.035 Zuschauer, SR Krassnitzer

Torfolge:
1:0 (9.) Liendl
2:0 (37.) Linz
2:1 (43.) Friesenbichler
3:1 (45.) Stankovic

Austria: Lindner - Klein, Margreitter, Ortlechner, Leovac (80./Rogulj) - Mader - Jun (66./Tadic), Stankovic, Liendl (88./Holland), Simkovic - Linz

Wiener Neustadt: Siebenhandl - Besenlehner, Maak, Imamoglu, A. Schicker - Pollhammer, Reiter (88./Lärnsack), Stanislaw (54./Ciftc), D. Wolf (18./Saurer) - Lindner, Friesenbichler

Gelbe Karten: Leovac bzw. Reiter Die Besten: Liendl, Simkovic bzw. Reiter, Schicker

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Publiziert am 11.05.2012