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„Bullen“ stehen unmittelbar vor Titel

Red Bull Salzburg ist der Meistertitel in der tipp3-Bundesliga kaum noch zu nehmen. Die Salzburger eröffneten die 34. Runde mit einem 2:0-Heimsieg gegen den nun endgültig abgestiegenen Kapfenberger SV. Die Tore der Salzburger, die sich nach der Pause entscheidend steigern konnten, erzielten Leonardo (64.) und Stefan Maierhofer (84.).

Die „Bullen“ stehen aber noch nicht als neuer Champion fest, weil auch Rapid durch ein 1:0 in Mattersburg drei Punkte einfuhr. Die Titelchancen des Rekordchampions sind zwei Runden vor Schluss bei sechs Zählern Rückstand und einem um sechs Treffer schlechteren Torverhältnis aber nur noch theoretischer Natur. Endgültig auch mathematisch abgestiegen sind seit Donnerstag die Kapfenberger.

Druckvoller Beginn von Salzburg

Vier Tage nach dem 1:0-Sieg bei Rapid nahmen die Salzburger auch gegen Kapfenberg rasch Fahrt auf. Dabei zuschauen musste Jakob Jantscher, dessen Erfolgslauf der vergangenen Wochen am Sonntag durch einen Bändereinriss in der Schulter gestoppt wurde. Kapfenberg-Tormann Raphael Wolf war gleich in der Anfangphase bei Schüssen von Leonardo (2.) und Gonzalo Zarate (5.) zu Glanzparaden gezwungen.

Jubel der Salzburger Leonardo, Franz Schiemer und Dusan SventoGEPA/Felix RoittnerNach Leonardos Treffer war die Salzburger Erleichterung förmlich greifbar

Kapfenberg überstand die erste Druckphase vor der enttäuschenden Kulisse von nur 8.200 Zuschauern unbeschadet und hätte dann sogar selbst in Führung gehen können. Doch David Sencar verfehlte nach Fehler von Ibrahim Sekagya das lange Eck (15.). Danach nahm das Tempo rasant ab. Salzburg machte es dabei den Gästen mit wenig Bewegung und vielen Fehlpässen leicht.

Erst in der 37. Minute gab es wieder Aufregung, als ein Treffer des Salzburgers Dusan Svento vom Schiedsrichterteam rund um Manuel Schüttengruber aberkannt wurde. Stefan Maierhofer soll den Schuss des Slowaken im Abseits stehend abgefälscht haben.

Erlösung nach der Pause

Die zweite Spielhälfte begann mit dem nächsten Salzburger Abseitstor von Svento (46.). Diesmal war die Entscheidung jedoch klar. Zarate (48.) und Franz Schiemer (55.) verpassten das 1:0 noch, ehe dann Leonardo für Erleichterung sorgte. Ein Freistoß von Maierhofer wurde von Ralph Spirk zu Leonardo abgefälscht und der Brasilianer vollendete ohne Mühe zur Führung (64.).

Damit war die Entscheidung gefallen, denn Salzburg hatte das Geschehen ganz sicher im Griff. Die Fans skandierten „Wir werden Meister“, während Svento (75.) und Schiemer (78./Kopfball an die Latte) gute Möglichkeiten aufs 2:0 vergaben. Für den zweiten Treffer sorgte dann Maierhofer, der eine Zarate-Flanke per Kopf zu seinem zwölften Saisontreffer verwertete (84.).

Stimmen zum Spiel

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): „Der Sieg ist verdient. Allerdings war die Mannschaft mit den positiven Erwartungen ein bisschen verkrampft. Wir waren nicht so dominant wie gegen Rapid und wir haben leider noch immer zu wenig gefährliche Leute. Aus diesen Chancen nach der Pause müssen ganz einfach mehr Tore gemacht werden. Deshalb wird der Fokus hinsichtlich Cupfinale auf die Chancenauswertung gelegt.“

Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): „Ich möchte Salzburg zur Meisterschaft gratulieren. Wir sind heute auf eine topmotivierte Mannschaft getroffen. Wenn die einmal ins Rollen kommt wie in der zweiten Spielhälfte, ist es sehr schwer, dagegenzuhalten. Auswärts fehlt mir bei uns der Punch von den Heimspielen. Letztendlich haben wir heute wieder dazugelernt und hatten mit Tormann Wolf einen überragenden Mann.“

Erwin Fuchs (Kapfenberg-Präsident): „Das monatelange Leiden hat jetzt ein Ende. Den Abstieg haben wir ja bereits verarbeitet. Wir richten den Fokus nach vorne und wollen nächstes Jahr wieder aufsteigen. Gegen Rapid gibt es noch ein abschließendes Highlight für unsere Fans. Babangida bleibt vielleicht, die anderen Namen wie Gerson oder Nathan Junior sind nicht zu halten.“

Tipp3-Bundesliga, 34. Runde

Donnerstag:

Salzburg - Kapfenberg 2:0 (0:0)

Red-Bull-Arena, 8.200 Zuschauer, SR Schüttengruber

Torfolge:
1:0 Leonardo (64.)
2:0 Maierhofer (84.)

Salzburg: Walke - Schwegler, Schiemer, Sekagya, Ulmer - Mendes, Svento - Zarate (86./Teigl), Leitgeb, Leonardo (85./Cristiano) - Maierhofer (87./Hierländer)

Kapfenberg: R. Wolf - Pitter, Gerson, Hanek, Harrer - Grgic (79./Kuljic), Lovin (46./Spirk) - Elsneg (66./Sahanek), Sencar, Babangida - Nathan Junior

Gelbe Karten: Svento, Schwegler bzw. Gerson, Spirk, Harrer, Nathan Junior

Die besten Spieler: Mendes, Svento, Maierhofer bzw. R. Wolf

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Publiziert am 11.05.2012