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Entscheidung vertagt
Immerhin ist dem Rekordchampion dank des Goldtores von Guido Burgstaller in der 19. Minute ein Europacup-Startplatz nur noch schwer zu nehmen. Der Treffer war Resultat der wohl gelungensten Aktion im ganzen Spiel: Christian Thonhofer brach auf der rechten Seite bis zur Torlinie durch und spielte zurück auf Burgstaller, der mit einem Schlenzer, ähnlich jenem von Atletico-Madrid-Stürmer Radamel Falcao am Vorabend im Europa-League-Finale, ins lange Kreuzeck erfolgreich war.
APA/Georg HochmuthBurgstallers siebentes Saisontor war nicht nur schön, sondern auch wichtigWenig Chancen in Hälfte eins
Bereits in der dritten Minute hatte Thomas Prager die große Chance auf die Führung für Rapid vergeben, als er nach Vorlage von Hofmann nur um Millimeter das Ziel verfehlte. Danach sorgten die Hütteldorfer nur noch bei einem Fehlschuss von Deni Alar (21.) für Gefahr, ansonsten sahen die 7.500 Zuschauer im Pappelstadion eine relativ ereignislose Partie.
Das lag auch an den vorerst harmlosen Mattersburgern, die vor der Pause nur in der 28. Minute - ein Parlov-Schuss zog um Zentimeter am langen Eck vorbei - in der Offensive in Erscheinung traten. Auch nach der Pause erinnerte das Match zunächst eher an einen lauen Sommerkick als an einen heißen Kampf im Saisonfinish.
Mattersburg müht sich vergeblich
Rapid kam dem zweiten Treffer in der 59. Minute durch den eingewechselten Lukas Grozurek nahe, der sich an Markus Böcskör vorbeischummelte, allerdings keinen Torschuss mehr fabrizieren konnte. Auf der Gegenseite versuchte es Manuel Seidl in der 61. Minute aus der Distanz und fand in Lukas Königshofer seinen Meister.
Weil Patrick Bürger in der 75. Minute und Stefan Ilsanker in der 87. Minute jeweils aus kurzer Distanz danebenköpfelten, kassierten die in der zweiten Hälfte deutlich überlegenen Mattersburger als schlechtestes Heimteam der Liga die vierte Niederlage vor eigenem Publikum in Folge. Dass die Schlappe nicht höher ausfiel, lag an Burgstaller, der in der 89. Minute die große Chance auf einen Doppelpack ausließ.
Stimmen zum Spiel:
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): „Fußball ist eine grausame Sache. Wir haben die zweite Hälfte dominiert und große Chancen vergeben. In der ersten Hälfte wollten wir so wie in Innsbruck in Schönheit spielen.“
Peter Schöttel (Rapid-Trainer): „In der ersten Hälfte hatten wir kein Problem mit dem Gegner, da war es extrem ruhig, es gab praktisch keine Fouls. Mit dem schnellen Tor ist alles für uns gelaufen. In der zweiten Hälfte waren wir unsicher und passiv. Die Mannschaft denkt vielleicht zu viel nach, man hat den Druck gespürt, weil wir unbedingt den Europacup-Platz holen müssen. Der Gegner hat zum Schluss viel riskiert, und wir haben unsere Konter schlecht gespielt.“
Tipp3-Bundesliga, 34. Runde
Donnerstag:
Mattersburg - Rapid 0:1 (0:1)
Pappelstadion, 7.200 Zuschaer, SR Harkam
Tor: 0:1 (19.) G. Burgstaller
Mattersburg: Böcskör - Farkas, Malic, Mravac, Rath (54./Rodler) - Seidl, Parlov (79./Mörz), Ilsanker, Potzmann - Naumoski (63./Höller) - Bürger
Rapid: Königshofer - Thonhofer, Sonnleitner, Soma, Katzer - Trimmel (51./Grozurek), Heikkinen, Prager, Hofmann (75./Nuhiu) - G. Burgstaller (93./Schimpelsberger), Alar
Gelbe Karten: Ilsanker bzw. keine
Die Besten: Seidl bzw. Thonhofer, Hofmann
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Publiziert am 11.05.2012