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Unnötiges Heimremis gegen Grödig

Der Traum des LASK, doch noch den Wiederaufstieg in die Bundesliga zu schaffen, ist für diese Saison ausgeträumt. Im Fernduell mit Spitzenreiter WAC/St. Andrä gelang dem Tabellenzweiten in der 35. Runde der Ersten Liga gegen den Siebenten SV Scholz Grödig nur ein 1:1, womit die Chance auf den Showdown am letzten Spieltag verspielt wurde.

Da die Kärntner bei der Vienna 3:1 gewannen, weist das Team von Trainer Walter Schachner eine Woche vor der Partie in Wolfsberg den unaufholbaren Rückstand von vier Punkten auf. Richard Cardozo brachte die Linzer per Freistoß in Führung (29.), der eingewechselte Diego Viana glich für zehn Grödiger bei drei Aluminiumtreffern verdientermaßen aus (80.).

LASK in Führung und ein Mann mehr

Ohne drei gesperrte und acht verletzte Akteure musste der LASK gleich eine komplette Mannschaft vorgeben und wäre fast kalt erwischt worden, als Joachim Parapatits an die Stange köpfelte (2.). Aus dem Spiel heraus gelang den Linzern, die zuvor in den Duellen mit den Salzburgern zwei Siege und ein Remis verbucht hatten, lange Zeit gegen die gut gestaffelte Gästeabwehr wenig.

So musste ein Freistoß herhalten, den Cardozo von rechts am Strafraum am irritierten Goalie Andreas Schranz vorbei zur Pausenführung ins Netz wuchtete. Bitter für die Gäste, die damit ihr 50. Gegentor kassierten und obendrein noch kurz vor der Pause nach einem Frustfoul Thomas Salamon mit Gelb-Rot verloren. Zudem wurde Trainer Heimo Pfeiffenberger auf die Tribüne verbannt (42.).

Spielszene LASK - GrödigGEPA/Christian WalgramDas Remis gegen Grödig war für den LASK wie eine Niederlage

Verdienter Ausgleich für Grödig

Doch Grödig bewies Moral und gab die sportliche Antwort. Nachdem Ernst Öbster zunächst die Stange traf (69.), legte der Ex-LASK-Mann später für den eingewechselten Viana, dessen Kopfball bei seinem elften Saisontreffer vom Innenpfosten über die Linie rollte, auf. Wenig später traf Mersudin Jukic für die Salzburger gar die Latte (81.).

„Die Eintrittskarte für das Aufstiegsendspiel lag auf dem Silbertablett, aber man muss Grödig Respekt zollen, sie haben vor dem Ausgleich zweimal die Latte getroffen und das Remis verdient. Unser Abwehrverhalten war zu schwach“, erklärte LASK-Coach Schachner.

Für den LASK ist damit nur noch eine Entscheidung von Belang: Am Dienstag entscheidet das Protestkomitee in zweiter Instanz über die bisher nicht erteilte Lizenz für die Oberösterreicher. „Was mit der Lizenz wird, liegt nicht in meiner Hand. Für meine Vertragsverlängrung gibt es mit dem Präsidenten keinen Fixtermin, da warte ich ab. Ich habe schon öfter gesagt, dass ich gerne in Linz bin“, sagte Schachner.

Erste Liga, 35. Runde

Freitag:

LASK - Grödig 1:1 (1:0)

Linzer Stadion, 5.000 Zuschauer, SR Dintar

Torfolge:
1:0 Cardozo (29.)
1:1 Viana (80.)

LASK: Mandl - Hart (82./Barry), Aufhauser, S. Wimmer, Kaufmann (82./Bytyci) - Silvio jun. (72./Koller), Hamdemir, Cardozo, Varga - Aigner, Templ

Grödig: Schranz - Zündel, Cabrera, Siller, Stangl - Krammer, Riedl, Öbster (88./Schubert), Salamon - Parapatits (71./Viana), Jukic (82./Tschernegg)

Gelb-Rote Karte: Salamon (42.)

Gelbe Karten: Wimmer, Hart, Templ, Aufhauser bzw. Stangl, Krammer, Cabrera, Jukic

Beste Spieler: Wimmer, Cardozo bzw. Öbster, Jukic

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Publiziert am 12.05.2012