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Wiener im Fernduell mit Admira
Bei zwei ausständigen Runden und drei Zählern Rückstand auf die drittplatzierte Admira bleibt der auf Schützenhilfe angewiesenen Austria nichts anderes übrig. „Wir können uns nach dieser guten Leistung nicht zurücklehnen. Wir brauchen Siege und sollten den Elan der ersten Spielhälfte auch 90 Minuten umsetzen. Wir werden offensiv beginnen, um sofort unsere Möglichkeiten zu bekommen“, erklärte Vastic die Marschrichtung.
Tipp3-Bundesliga, 35. Runde
Sonntag, 16.00 Uhr:
Austria - Mattersburg
Generali Arena, SR Einwaller
Mögliche Aufstellungen:
Austria: Lindner - Klein, Margreitter, Ortlechner, Suttner - Mader/Dilaver - Gorgon, Stankovic, Liendl, Simkovic - Linz
Mattersburg: Böcskör/Borenitsch - Farkas, Malic, Mravac, Rath/Rodler - Röcher, Seidl, Parlov, Mörz - Naumoski - Bürger
Mattersburger motiviert
Ähnlich wie Wr. Neustadt tritt auch Mattersburg völlig ohne Erfolgsdruck in der Generali Arena an, wo Mütter anlässlich des Muttertags diesmal gratis mit von der Partie sein können. Die achtplatzierten Burgenländer gaben sich vor der Reise nach Wien dennoch motiviert. „Wir schauen nur auf uns und wollen punkten. Was bei der Austria passiert, interessiert uns nicht“, sagte Trainer Franz Lederer. Nach Mattersburg wartet auf die Austria auswärts noch Sturm Graz.
Die Admira tritt indes zu Hause gegen Ried und in Salzburg an. Vor den entscheidenden Runden machen deshalb Rechenspiele die Runde. Eine Variable ist, ob Salzburg als höchstwahrscheinlich schon feststehender Meister am 17. Mai noch in Bestbesetzung antritt. Vastic („Als Meister zu verlieren, zerstört die ganze Feier“) glaubt nicht daran. Für ihn zählt ohnedies nur eines: „Wir müssen uns auf unsere Aufgabe konzentrieren. Was andere machen, können wir nicht beeinflussen.“
„Hausaufgaben machen“
Für Vastic ist die Admira aber im Vorteil. Insgeheim setzt der Ex-Internationale vor seinem vielleicht letzten Heimspiel auf der Austria-Bank aber auf die psychologische Komponente. „Wir werden sie bis zur letzten Minute unter Druck setzen und schauen, wer dann die Nase vorne hat“, sagte der um seinen Verbleib bangende 42-Jährige. Stürmer Roland Linz beschrieb die Ausgangslage treffend. „Es liegt nicht in unserer Hand. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und hoffen, dass Admira noch einmal umfällt“, meinte Austrias elffacher Saisontorschütze.
Drei Ligasiege in Serie hatte die Austria zuletzt in den Runden acht bis zehn im vergangenen Herbst geschafft. Damals zeigten die „Violetten“ unter Karl Daxbacher Mut zur Offensive. Diesen ließen die Favoritner auch gegen Wr. Neustadt erkennen. Der als „Defensivapostel“ bezeichnete Vastic schickte seine Elf mit vielen Freiheiten nach vorne ins Spiel. „Der Trainer hat uns sehr, sehr offensiv spielen lassen. Wenn es in die Binsen gegangen wäre, wären wir selbst schuld“, sagte Torschütze Marko Stankovic.
Gäste als Partycrasher?
Mattersburg dürfte sich aber als weitaus kniffligere Aufgabe als die harmlosen Neustädter erweisen. Beim 0:1 gegen Rapid scheiterte der SV eher an der eigenen Chancenauswertung denn am Gegner. „Die Lehren aus dem Spiel gegen Rapid sind, dass man gegen solche Mannschaften die wenigen Chancen nützen muss. Gegen die Austria müssen wir uns von Beginn an mehr zutrauen, das haben wir gegen Rapid nicht gemacht“, sagte Coach Lederer.
Mit einem 2:0 im Burgenland fügten die Mattersburger der Austria im Frühjahr bereits eine Schlappe zu. In Wien steht in 17 Auftritten zwar nur ein Sieg am 16. April des Vorjahres (1:0) zu Buche, in der Auswärtstabelle nehmen die Burgenländer aber aktuell Rang vier ein. Die Burgenländer könnten sich am Sonntag somit als Partycrasher erweisen. Die Austria plant nach der Partie nämlich ihren Saisonabschluss mit Freibier.
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Publiziert am 13.05.2012