Gatlin gewinnt 100 m bei Diamond-League-Auftakt

Der US-Amerikaner Justin Gatlin hat am Freitag beim Auftakt der Diamond League in Doha über 100 Meter in 9,87 Sekunden triumphiert. Der ehemalige Dopingsünder setzte sich hauchdünn vor Ex-Weltrekordler Asafa Powell (9,88) aus Jamaika durch. Auf die am Wochenende aufgestellte Jahresweltbestzeit von Jamaikas Olympiasieger Usain Bolt fehlten Gatlin fünf Hundertstel.

Bei den Damen gewann Allyson Felix die 100 m in neuer persönlicher Bestzeit von 10,92 Sekunden. Die US-Amerikanerin verwies die jamaikanische WM-Zweite Veronica Campbell-Brown, Olympiasiegerin und Weltmeisterin über 200 m, um 2/100 auf Rang zwei. Dritte wurde Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (JAM/11,00).

Zahlreiche Jahresweltbestleistungen

Das Meeting in Katar brachte zahlreiche Jahresweltbestleistungen. Auf der Stadionrunde gewann mit LaShawn Merritt ebenfalls ein ehemals wegen Dopings gesperrter US-Amerikaner. Der 400-m-Olympiasieger von 2008 behielt in 44,19 Sekunden die Oberhand.

Über die 800 m sorgten die kenianischen Mittelstreckenstars Pamela Jelimo und David Rudisha für neue Saisonbestzeiten im Olympiajahr. Jelimo siegte in 1:56,94 Minuten, Weltrekordhalter Rudisha in 1:43,10. Auf der 1.500-m-Distanz sorgte Silas Kiplagat für die beste Zeit seit fast zwei Jahren. Der Kenianer blieb in 3:29,63 Minuten ebenso unter der 3:30-Schallmauer wie sein Landsmann und Weltmeister Asbel Kiprop (3:29,78). Der bis dato letzte Läufer unter dreieinhalb Minuten war im Juli 2010 ebenfalls Kiplagat gewesen.

Für weitere Jahresweltbestleistungen sorgten bei den Herren die Kenianer Augustine Choge (3.000 m/7:30,42) und Paul Kipsilie Koech (3.000 m Hindernis/7:56,58) sowie der Grieche Dimotrios Chondrokoukis (Hochsprung/2,32 m), bei den Damen die Jamaikanerin Melaine Walker (400 m Hürden/54,62) und die Kenianerin Vivian Cheruiyot (3.000 m/8:46,44).

Speerwerferin Eberl Letzte

Speerwerferin Elisabeth Eberl, in Katar der einzige österreichische Beitrag in der Eliteliga, wurde mit 51,89 m Zwölfte und Letzte. Den Sieg sicherte sich die russische Weltmeisterin Maria Abakumowa mit der Jahresweltbestleistung von 66,86 m vor der tschechischen Weltrekordhalterin Barbora Spotakova (66,17).

Publiziert am 11.05.2012