Tirol erstmals im Finale der HLA, Krems out

Der Favorit auf den Meistertitel in der Handball-Liga-Austria (HLA) ist bereits im Halbfinale ausgeschieden. Der UHK Krems verlor am Samstag das entscheidende dritte Spiel vor eigenem Publikum gegen HIT Tirol mit 32:35 (15:17). Damit ist die Saison für den Sieger des Grunddurchgangs sowie Meister-Play-offs vorzeitig zu Ende. Die Tiroler stehen hingegen zum ersten Mal überhaupt im Endspiel und bekommen es dort entweder mit Alpla Hard oder Titelverteidiger Fivers WAT Margareten zu tun.

Die Kremser gestalteten die Partie in der Anfangsphase ausgeglichen, nach fast genau einer Viertelstunde lagen sie mit 8:7 zum letzten Mal voran. Die Tiroler erarbeiteten sich die Führung und gingen mit einem knappen 17:15-Vorsprung in die Pause. Nach Wiederbeginn zogen die Gäste mit vier Treffern in Folge schnell auf 21:15 davon. Die Vorentscheidung war damit aber noch nicht gefallen, die Kremser schlugen noch einmal zurück und schafften nach 45 Minuten den Ausgleich zum 27:27.

„Emotionale Achterbahnfahrt“

Damit hatte der Favorit sein Pulver aber großteils verschossen und die Tiroler das bessere Ende für sich. „Es war eine emotionale Achterbahnfahrt, es ist ein unglaubliches Gefühl, im Finale zu stehen“, sagte Tirol-Trainer Stefan Öhler. Es sei bereits eine „Überdrübersensation“ gewesen, dass man im Halbfinale stand. „Und jetzt sind wir im Finale. Es geht schon noch etwas, die beiden Teams liegen uns aber eigentlich nicht“, blickte Öhler bereits in Richtung Finale.

Die Kremser waren ein fairer Verlierer. „Die bessere Mannschaft hat gewonnen, Tirol hat alles getroffen“, betonte Krems-Coach Stefan Szilagyi. Seine Truppe sei mit dem Druck nicht fertiggeworden. „Die Enttäuschung ist groß. Tirol traue ich im Finale alles zu“, ergänzte Szilagyi. Den Kremsern half auch nichts, dass Norbert Visy mit 14 Treffern der klar beste Werfer auf dem Feld war. Bei den Siegern war Povilas Babarskas mit acht Toren am treffsichersten.

Der Finalgegner wird am Montag (20.20 Uhr/live ORF Sport +) ermittelt, wenn in Vorarlberg Hard und die Fivers in Spiel drei aufeinandertreffen.

SG Kärnten schafft WHA-Finaleinzug

Die Handball-Frauen von SG Kärnten haben am Samstag den Endspiel-Einzug in der WHA geschafft. Die Mannschaft aus Feldkirchen siegte in der 22. und letzten Runde des Grunddurchgangs vor eigenem Publikum gegen Union Korneuburg mit 30:19 (15:9) und sicherte sich damit Platz zwei hinter Final-Gegner und Serienmeister Hypo Niederösterreich, der alle 22 Liga-Runden gewonnen hat.

Publiziert am 12.05.2012