Federer auf blauem Sand nicht zu stoppen

Während sich die Konkurrenz beim Masters-1000-Event von Madrid noch immer über den blauen Sand aufgeregt hat, hat sich Roger Federer auch vom ungewohnten Untergrund nicht stören lassen. Erneut erwies sich der 30-jährige Schweizer im La Caja Magica als perfekter Taktiker und eröffnete mit seinem 20. Masters-Turnier-Titel die Jagd auf Novak Djokovic.

Ausgerechnet in der spanischen Hauptstadt verdrängte Federer die spanische Tennisikone Rafael Nadal von Platz zwei der Weltrangliste und präsentierte sich zwei Wochen vor Beginn der French Open in bestechender Form. „Ich bin selbst überwältigt“, gestand der 30-Jährige, der zuvor rund vier Wochen lang pausiert hatte, um Kraft zu tanken.

Mit vollen Akkus zu den French Open

Während sich die Dominatoren Djokovic und Nadal von den teils katastrophalen Bedingungen in Madrid entnerven ließen, trotzte Federer allen Widrigkeiten, holte den 74. Turniersieg seiner Karriere und schraubte seine Bilanz in diesem Jahr auf 28:3-Siege. Und wie schon so oft in der Vergangenheit ging Federers Plan auf.

Mit vollem Akku kehrte er in Madrid auf die Tour zurück und stürmte gleich zum vierten Turniererfolg 2012, nach dem Triumphen in Rotterdam, Dubai und Indian Wells. „Damit habe ich selbst nicht gerechnet“, sagte Federer, der Nadals Rekord von 20 Masters-Erfolgen einstellte.

Publiziert am 14.05.2012