Schlussplädoyers in Turin-Prozess gegen ÖSV-Mitglieder
Der seit 2009 in Italien laufende Prozess gegen zehn aktuelle und ehemalige Angehörige des Österreichischen Ski-Verbandes (ÖSV) wegen des Dopingskandals bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin geht am Freitag weiter. In der piemontesischen Kleinstadt Susa ist der der zweite Teil des Schlussplädoyers der Staatsanwaltschaft geplant, die bereits bei der jüngsten Gerichtsverhandlung vergangene Woche zu Wort gekommen war. Am Freitag werden auch die Verteidiger mit ihrem Schlussplädoyer beginnen.
Eine weitere Verhandlung ist am 29. Mai geplant. Mit einem Urteil im Prozess ist voraussichtlich im Juni zu rechnen. In Susa werden seit 2009 mutmaßliche Dopingvorgehen von ÖSV-Athleten und Funktionären aufgearbeitet. Bei den Winterspielen 2006 hatten italienische Carabinieri auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Turin die Privatquartiere der ÖSV-Langläufer und -Biathleten durchsucht und belastende Gegenstände und Substanzen gefunden.
Publiziert am 17.05.2012