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Rosa weiter auf spanischen Schultern

Joaquim Rodriguez aus Spanien hat seine Gesamtführung beim Giro d’Italia auch auf der ersten schwierigen Dolomiten-Etappe eindrucksvoll verteidigt. Der Katjuscha-Profi gewann am Mittwoch nach 187 Kilometern von Pfalzen in Südtirol nach Cortina d’Ampezzo im Zielsprint einer hochkarätigen Spitzengruppe vor dem zweimaligen Giro-Sieger Ivan Basso und Ryder Hesjedal.

Im Gesamtklassement rangiert Rodriguez, der den zweiten Tagessieg 2012 feierte, nach der 17. Etappe weiter 30 Sekunden vor dem Kanadier Hesjedal und 1:22 Minuten vor Basso. Vorjahressieger Michele Scarponi zog an Landsmann Paolo Tiralongo und Roman Kreuziger (CZE) vorbei und ist mit 1:36 Minuten Rückstand nun Vierter. Thomas Rohregger verbesserte sich als Tages-28. in der Gesamtwertung als bester der fünf Österreicher auf den 35. Rang (+ 48:33).

Sieger Rodriguez widmete seinen Erfolg seinem genau vor einem Jahr verstorbenen Landsmann Xavier Tondo. „Ich habe ihn gekannt, seit ich ein Kind war“, betonte der Giro-Führende. „Ich habe diesen Sieg heute unbedingt gewollt.“ Tondo war am 23. Mai 2011 in seiner Heimat von einem Garagentor erdrückt worden. Die Fahrer hatten ihrem Ex-Kollegen vor dem Etappenstart in Pfalzen mit einer Schweigeminute gedacht.

Jubel von Joaquin Rodriguez (ESP)

AP/Fabio Ferrari

Hesjedal (l.) und Basso haben das Nachsehen

Favoriten unter sich

Rund 25 Kilometer vor dem Ziel waren die Favoriten um den Sieg beim diesjährigen Giro unter sich, an der letzten Steigung hinauf zum Passo Giau hatte ein Sextett um Basso, Rodriguez und Hesjedal auch die verschiedenen Teamhelfer hinter sich gelassen. Tiralongo und Kreuziger aus der Astana-Mannschaft, die als Gesamtvierter und -fünfter in Pfalzen gestartet waren, lagen zu dem Zeitpunkt schon zurück und büßten viel Zeit im Kampf um das Rosa Trikot ein.

Kurz vor dem Gipfel auf 2.236 Metern schwächelte auch Scarponi, dem nach der Dopingdisqualifikation von Alberto Contador der Vorjahressieg zugesprochen worden war. Auf der Abfahrt in den Wintersportort wurde der Italiener dann zudem von Krämpfen geplagt und bei der Aufholjagd gebremst. Dennoch kämpfte sich der Lampre-Kapitän mit einem starken Finish noch einmal an die Führenden heran und landete auf Rang fünf.

„Jeder Tag wird gefährlich“

Rodriguez erwartet auch am Freitag und Samstag auf den letzten schweren Bergetappen - unter anderem mit Bergankunft auf dem 2.757 Meter hohen Stilfser Joch - Angriffe des Basso-Teams Liquigas. „Wenn sie dieses Tempo aufrechterhalten, wird es für niemanden leicht, vorne zu bleiben“, versicherte der Katalane. "Der große Favorit ist jetzt aber Hesjedal. Im Zeitfahren haben wir keine Chance gegen ihn. Jeder Tag wird jetzt gefährlich für uns.

Am Donnerstag steht zunächst die letzte Flachetappe des diesjährigen Giro auf dem Programm. Auf den 143 km von San Vito di Cadore nach Vedelago geht es viel bergab. Für den Steirer Bernhard Eisel könnte sich die Chance bieten, seinen Teamkollegen Mark Cavendish zu einem weiteren Etappensieg zu führen. Es wäre der vierte für das Sprint-Ass bei der 95. Auflage.

Giro d’Italia

17. Etappe

Pfalzen - Cortina d'Ampezzo (187 km)
1. Joaquim Rodriguez ESP 5:24:41
2. Ivan Basso ITA -"-
3. Ryder Hesjedal CAN -"-
4. Rigoberto Uran COL -"-
5. Michele Scarponi ITA -"-
6. Domenico Pozzovivo ITA + 0:02
7. Benat Intxausti ESP 1:22
8. Daniel Moreno ESP -"-
9. Thomas De Gendt BEL -"-
10. Johann Tschopp SUI -"-
28. Thomas Rohregger AUT 10:12
60. Stefan Denifl AUT 26:35
103. Daniel Schorn AUT 34:05
122. Bernhard Eisel AUT 38:26
144. Matthias Brändle AUT 38:26

Gesamtwertung

Stand nach 17 von 21 Etappen:
1. Joaquim Rodriguez ESP 74:46:46
2. Ryder Hesjedal CAN + 0:30
3. Ivan Basso ITA 1:22
4. Michele Scarponi ITA 1:36
5. Rigoberto Uran COL 2:56
6. Benat Intxausti ESP 3:04
7. Domenico Pozzovivo ITA 3:19
8. Paolo Tiralongo ITA 4:13
9. Thomas De Gendt BEL 4:38
10. Sergio Henao COL 4:42
39. Thomas Rohregger AUT 48:33
72. Stefan Denifl AUT 1:50:36
109. Matthias Brändle AUT 2:22:13
124. Daniel Schorn AUT 2:49:30
159. Bernhard Eisel AUT 3:31:58

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