USA und IOC schließen neuen Vertrag

Die USA stehen vor einem Comeback auf der olympischen Bühne. Ein neuer Deal zwischen dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und dem Nationalen Olympischen Komitee der USA (USOC) über die Verteilung der olympischen TV- und Marketinggelder hat den Amerikanern den Weg für eine erfolgreiche Olympiakandidatur in naher Zukunft geebnet. Ein IOC-Spitzenfunktionär bestätigte am Mittwoch in Quebec in Kanada die Einigung zwischen beiden Organisationen. Der neue Vertrag soll 2020 in Kraft treten und 20 Jahre laufen.

Das Verhältnis zwischen IOC und USOC war jahrelang empfindlich gestört. Daraus resultierten Wahlniederlagen der US-Bewerber bei der Olympiavergabe. Salt Lake City als Austragungsort der Winterspiele 2002 und Atlanta als Ausrichter der Sommerspiele 1996 waren die letzten amerikanischen Olympia-Gastgeber. New York und Chicago waren mit ihren Bewerbungen gescheitert.

Hintergrund der belasteten Beziehung war eine Regelung, die der verstorbene IOC-Präsident Juan-Antonio Samaranch und sein damaliger Marketingchef Richard Pound zu verantworten haben. Demnach kassierte das USOC aus den IOC-Marketingeinnahmen fast so viel wie alle anderen Nationalen Olympischen Komitees zusammen. Diese krasse Bevorteilung der USA wollten viele Mitglieder der olympischen Familie nicht länger akzeptieren.

Publiziert am 23.05.2012