FIFA testet „Hawk Eye“ bei England - Belgien
Beim Länderspiel zwischen England und Belgien wird sechs Tage vor EM-Beginn die Torlinientechnologie getestet. Das teilte der Fußball-Weltverband FIFA am Donnerstag mit. Die sogenannte Hawk-Eye-Technik wird demnach am 2. Juni bei der Generalprobe der Engländer für die Euro 2012 in Polen und der Ukraine im Londoner Wembley-Stadion zum zweiten Mal in einem offiziellen Spiel zum Einsatz kommen.
Der erste Testlauf der Torkamera war am 16. Mai im Finale des Hampshire FA Senior Cups zwischen Eastleigh FC und AFC Totton in England auf Amateurebene erfolgt. Das zweite aktuell von der FIFA getestete System GoalRef wurde zuletzt in der dänischen Superliga auf seine Tauglichkeit geprüft. Ergebnisse wurden und werden vorerst nicht veröffentlicht.
Noch keine Nutzung durch Schiedsrichter
Das für Regelfragen zuständige International Football Association Board (IFAB) will bei einer Sitzung am 2. Juli in Kiew über die mögliche Einführung der Torlinientechnik entscheiden. Während der Partie haben nur die zuständigen Beobachter der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) sowie Vertreter von FIFA und IFAB Zugang zu den möglicherweise erhobenen Ergebnissen.
„Sollte es zu einer Situation kommen, in der wir die Torlinientechnik anwenden, wird das von den Schiedsrichtern nicht genutzt“, hieß es in der Erklärung. Nach gravierenden Fehlentscheidungen bei der WM 2010 hatte FIFA-Chef Joseph Blatter seine Meinung geändert und Tests für Chipball oder Torlinientechnik angekurbelt. UEFA-Präsident Michel Platini dagegen ist ein Befürworter der sogenannten Torrichter.
Publiziert am 24.05.2012