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Millionengage und totale Kontrolle
Guardiola steht schon lange auf der Wunschliste des russischen Milliardärs. Abramowitsch durfte sich heuer zwar über den ersten Sieg in der Champions League freuen, Rang sechs in der Premier League war aber so gar nicht nach dem Geschmack des Chelsea-Bosses. Bereits im vergangenen Jahr ließ Abramowitsch laut englischen Medien in Spanien die Möglichkeit einer Verpflichtung des Startrainers ausloten. Die Gespräche verliefen jedoch ohne zählbares Ergebnis.
APA/EPA/Andy RainAbramowitsch wird alle Hebel in Gang setzen, um „Pep“ zu kriegen„Batterien aufladen“
Jetzt könnte die Stunde eines erfolgreichen Vertragsabschlusses gekommen sein. Guardiola ließ bereits vor dem Cupfinale durchblicken, dass seine Auszeit vom Trainergeschäft nur kurz sein würde. „Im nächsten Monat muss ich meine Batterien aufladen und im Kopf wieder frei werden“, sagte der nun ehemalige Barca-Trainer. Angebote von Interessenten will er sich jedoch anhören.
„Ich werde alle Anrufe gerne entgegennehmen“, so Guardiola, „ich werde zur Rückkehr bereit sein, falls ein Club mich will und mich zum Weitermachen verleiten kann.“ Zumindest an finanziellen Argumenten wird es vonseiten Chelseas nicht mangeln. Abramowitsch soll sich laut englischen Medien mit seinem Wunschtrainer bereits vor einem Monat im Paris getroffen haben. Guardiola hat ein solches Treffen in der französischen Hauptstadt jedoch stets dementiert.
Di Matteo in der Warteschleife
Zusätzliches „Zuckerl“: Bei Chelsea soll Guardiola die totale sportliche Kontrolle bekommen. Im kommenden Monat wird das Telefon des Erfolgstrainers auf alle Fälle heißlaufen. Besonders Anrufe aus London sollten die Regel sein. Nicht nur die Chelsea-Fans, auch Interimstrainer Roberto di Matteo wird das Werben um Guardiola mit Interesse verfolgen. Der ruhige Italiener hat trotz seines Erfolges in der Champions League nun schlechte Karten auf eine Vertragsverlängerung.
Und das, obwohl sich an Di Matteos Taktik auch Guardiolas Barcelona im Halbfinale der Königsklasse die Zähne ausbiss. Laut „Sun“ träumt Abramowitsch von einer britischen Version von Barcelona. Die Mauertaktik Di Matteos, die Chelsea immerhin den größten Erfolg der Clubgeschichte beschert hatte, passt dabei nicht ins Konzept. Nur wenn sich Guardiola doch noch für eine einjährige Pause entscheidet, steigen die Chancen des Italieners.
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Publiziert am 29.05.2012