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Pavel als Coach verpflichtet
Schuld daran ist laut Österreichs Nummer eins eine Serie von Verletzungen. Nun möchte Paszek mit dem früheren Weltklassespieler Andrei Pavel neu durchstarten. Der 38-jährige Rumäne lebt schon seit er 16 Jahre alt ist in Deutschland und ist als ehemalige Nummer 13 der Welt vielleicht jener Mann, der Paszek wieder zurück in die Erfolgsspur verhelfen kann.
„Ein sehr positiver Mensch“
Eigentlich hat die Zusammenarbeit schon in Indian Wells begonnen, doch dann kam eine Rückenverletzung der Österreicherin dazwischen. Die Gesundheit hat daher oberste Priorität. „Die Saison ist bis jetzt sehr unglücklich verlaufen. Ich hatte vier verschiedene Verletzungen in den ersten vier, fünf Monaten, und war jetzt in Rom eine Woche krank“, schilderte Paszek ihre diesjährige Misere.
GEPA/Matthias HauerPaszek hat in den letzten Tagen in Paris viel trainiertMit dem neuen Trainer soll es nun aufwärts gehen, auch wenn das nicht von heute auf morgen gehen wird. Von Pavel ist Paszek jedenfalls angetan. „Er ist ein sehr positiver Mensch, bringt extrem viel Energie mit auf den Platz und hat ein sehr gutes Auge für den Ball. Er hat selbst gespielt und kann sehr viel Erfahrung mitbringen“, freut sie sich. „Es macht einfach riesig Spaß, mit ihm vier, fünf, sechs Stunden hart zu trainieren. Das ist ein sehr guter Mann jetzt an meiner Seite.“ Pavel ist nun bis Wimbledon dabei und begleitet Paszek dann auf die US-Tour. „Die Zusammenarbeit läuft super, wir sind beide total happy“, versicherte Paszek.
Gegen Peng Shuai Außenseiterin
Natürlich ist sie am Dienstag zum Auftakt der French Open gegen die Chinesin Peng Shuai, die Nummer 28 des Turniers, Außenseiterin. „Ich kenne sie vom letzten Jahr. Sie hat auch ein paar gesundheitliche Probleme gehabt.“ Grundsätzlich habe sie sich aber die vergangene Woche mit Pavel gut vorbereitet.
Woran sie arbeitet und wo sie den wichtigsten Steigerungsbedarf sieht? „Definitiv am Beginn vom Punkt: Aufschlag und Return, die ersten ein, zwei Bälle. Wenn der Ball im Spiel ist und ich mein aggressives Spiel durchsetzen kann, dann passt das Ganze.“ Außerdem werde auch am Gang zum Netz und einem variantenreicheren Spiel gearbeitet.
Viele Punkte zu verteidigen
Paszek hatte im Vorjahr den großen „Ausreißer“ nach oben und sich mit dem Viertelfinale auf dem Olympiaschauplatz Wimbledon wieder in die Weltspitze katapultiert. Doch die Stabilisierung ist nicht gelungen, nun hat die aktuelle Weltranglisten-52. in wenigen Wochen viele Punkte zu verteidigen. „Ich sehe es locker. Ich weiß, dass wir hart arbeiten. Wir haben gemeinsame Ziele, ob die jetzt übermorgen, in zwei Wochen oder in zwei Monaten kommen, ist egal - es braucht einfach Zeit.“
Eines dieser Ziele sind die Olympischen Spiele. Ob es für ihre Nominierung noch Stolpersteine gibt, ist ihr selbst nicht klar. Und das, obwohl ihr Manager Ronald Leitgeb seit kurzem auch ÖTV-Präsident ist. „Keine Ahnung, ich wünschte, ich wüsste mehr. Mein Stand der Dinge ist so, wenn ich mich vom Ranking her qualifiziere, dass alles passt.“ Und die Qualifikation rein vom WTA-Ranking her ist ihr sicher.
Paszek hat den doppelten Wimbledon-Trip (Olympia findet rund ein Monat nach dem Wimbledon-Turnier statt, Anm.) „fix eingeplant“. „Das ist eines meiner größten Ziele dieses Jahr. Das war es schon vor vier Jahren, daher hoffe ich, dass es dieses Mal klappt.“
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Publiziert am 28.05.2012