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Vorarlbergerin kämpft gegen totale Pleite

Nur noch Tamira Paszek kann heute bei den French Open in Paris ein österreichisches Debakel im Einzel verhindern, nachdem schon Jürgen Melzer, Andreas Haider-Maurer und Patricia Mayr-Achleitner ihre Auftaktspiele verloren haben. Ihre Erstrundengegnerin ist Peng Shuai. Die Partie ist auf Court 2 als viertes Match nach 11.00 Uhr angesetzt.

Gegen die Chinesin zog Paszek schon letztes Jahr bei den French Open den Kürzeren. „Bei einem Grand-Slam-Turnier ist keine Auslosung einfach, und es ist immer tough, hier eine erste Runde zu überstehen“, sagte die Vorarlbergerin vor dem Match. „Ich bin aber gut drauf und auch gesund und verletzungsfrei.“

Deja-vu in Paris?

Körperliche Fitness ist für Paszek die Voraussetzung, um die erste Runde gegen die Chinesin überstehen zu können. Schon letztes Jahr gab es - ebenfalls zum Auftakt - dieses Aufeinandertreffen, damals gewann die Nummer 30 der Welt mit 6:3 6:2 gegen die Österreicherin. Das erste der zwei Duelle ging aber an Paszek, es datiert jedoch noch aus dem Jahr 2007.

Die chinesische Tennisspielerin Shuai ZhangGEPA/US Presswire/Steve MitchellIm Vorjahr triumphierte Peng in der ersten Paris-Runde über Paszek

„Sie spielt sehr aggressives Tennis, sehr flach“, weiß Paszek über ihre Gegnerin zu berichten. „Ich werde daher versuchen, mein Spiel durchzuziehen, aggressiv zu bleiben und konstant durchzuspielen“, hofft die 21-Jährige, heuer ein Deja-vu in Paris zu verhindern.

Magere Saisonbilanz

Die Saisonbilanz spricht aber nicht für Paszek: Von zwölf Spielen in diesem Jahr hat die Vorarlbergerin nur zwei gewonnen, der Saisonstart ging mit fünf Pleiten in Folge gründlich daneben. Ihr jüngster Erfolg gelang ihr vergangene Woche, als sie in der ersten Runde von Straßburg die Italienerin Alberta Brianti in drei Sätzen bezwang. Brianti hatte immerhin zum Auftakt in Paris die Führende der Weltrangliste, Viktoria Asareka (BLR), an den Rand einer Niederlage gebracht.

Auch Pengs bisherige Saisonbilanz ist nicht das Gelbe vom Ei, zwölf Niederlagen stehen aber immerhin sieben Erfolge gegenüber. Einen WTA-Titel konnte die 26-Jährige noch nie gewinnen, bei Grand-Slam-Turnieren stand sie schon dreimal im Achtelfinale, in Paris erreichte sie im Vorjahr die dritte Runde.

Alles bestens mit neuem Trainer

Die Vorbereitung auf die French Open verlief bei Paszek gesundheitsbedingt eher durchwachsen, erst Mitte Mai musste sie eine Woche krank zu Hause bleiben. „Ich habe in diesem Jahr überhaupt schon viele Verletzungen, Viruserkrankungen und alles Mögliche gehabt.“

Zumindest mit ihrem neuen Trainer, dem früheren Weltklassespieler Andrei Pavel, läuft es bestens. Die beiden haben vor allem am Aufschlagreturn und der Aggressivität gearbeitet. „Es geht für mich hauptsächlich darum, von Anfang bis Ende aggressiv zu bleiben.“ Welche Früchte die Zusammenarbeit von Österreichs Nummer eins mit dem Rumänen trägt, könnte sich erstmals vielleicht schon gegen Peng zeigen. „Wir werden erst in den nächsten Tagen, vielleicht aber auch erst in den nächsten drei Wochen oder vier Monaten, sehen, ob das alles schon zu greifen begonnen hat.“

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Publiziert am 29.05.2012