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Halb Österreich ist Großereignis egal

Die nahende Europameisterschaft in Polen und der Ukraine spaltet Österreich: 1,9 Millionen und damit rund ein Viertel der Österreicher fiebern dem ersten Anpfiff entgegen, etwa genau so viele lehnen die EM aber ab. Und dem Rest, also knapp der Hälfte, ist das Großereignis relativ „wurscht“.

Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK. Vielleicht hängt diese Stimmungslage auch mit den Leistungen der österreichischen Nationalmannschaft zusammen, drei Viertel glauben nicht, dass sich das ÖFB-Team für die nächste EM qualifizieren wird.

Wenig überraschend sind zwei Drittel jener Menschen, die sich auf die EM 2012 freuen, Männer, während das Geschlechterverhältnis bei den Verweigerern genau umgekehrt ist.

Fußball mit Bier und Chips

Ebenso dem Klischee entspricht der Umstand, dass Bier und Knabbereien zu einem Match vor dem Bildschirm einfach dazu gehören: 60 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen konsumieren alkoholische Getränke, wobei die Frauen mehr Wein als Bier trinken.

Dazu passt, dass Matches am liebsten zu Hause angeschaut werden: 60 Prozent bevorzugen das „Heimkino“, aber besonders Jüngere möchten das im Kreise ihrer Freunde machen. Public Viewing spricht insbesondere Frauen an, 22 gegenüber 14 Prozent bei den Männern. 41 Prozent, davon deutlich mehr Männer als Frauen, wollen so viele Spiele wie möglich sehen. Einen Urlaubstag will dafür aber kaum einer opfern. Und live in Polen oder der Ukraine vor Ort zu sein, interessiert gleich gar niemanden.

Verschiedene Favoriten

Bei der Frage nach dem Favoriten auf den EM-Titel scheiden sich die Geister. Für 38 Prozent der Männer hat Deutschland die besten Chancen, die Frauen glauben in der relativen Mehrheit (40 Prozent) an einen Titel für Spanien, für Deutschland votierten hier nur knapp ein Viertel. Eine Erklärung, wie es zu dieser geschlechterspezifisch unterschiedlichen Einschätzung kommt, liefert die Umfrage nicht.

Laut einer Umfrage von ElitePartners in Deutschland hat Spanien zumindest einen Titel schon sicher: jenen der attraktivsten Mannschaft. 46 Prozent finden die Iberer besonders sexy. Deutschland ist hier mit 38 Prozent nur Vizeeuropameister. Attraktivster deutscher Spieler ist Mario Gomez, gefolgt von Bastian Schweinsteiger.

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Publiziert am 31.05.2012