Themenüberblick
Aggressiv und mit Pressing
Freundschaftliches Länderspiel
Freitag, 20.30 Uhr:
Live in ORF eins
Österreich - Ukraine
Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, SR Zwayer (GER)
Mögliche Aufstellungen:
Österreich: Gratzei - Klein, Dragovic/Scharner, Prödl, Suttner - Baumgartlinger, Alaba - Ivanschitz, Arnautovic, Junuzovic - Janko
Ukraine: Pijatow - Gusew, Michalik, Katscheridi, Selin - Timoschtschuk, Nasarenko - Jarmolenko, Devic, Konopljanka - Woronin
Die Defensivarbeit stand in den vergangenen Tagen im Training im Mittelpunkt. Am Freitag soll damit die Offensive der Ukrainer, die zuletzt in einem Test gegen Estland gleich viermal erfolgreich war, kaltgestellt werden. „Wir haben uns im Training viel erarbeitet, vor allem im Defensivverhalten“, sagte Koller, „aber das Wichtigste ist natürlich immer das Spiel. Es wäre schön, wenn man schon das eine oder andere sehen könnte.“
„Immer Richtung Ball marschieren“
Die Verteidigung soll aber nicht erst am eigenen Strafraum beginnen. Mit Pressing und Aggressivität will der Schweizer dem EM-Gastgeber die Schneid abkaufen. „Zuschauen und auf den Fehler des Gegners warten, das ist nicht meine Grundidee vom Fußball“, sagte Koller, der vor seinem dritten Spiel als ÖFB-Teamchef steht. Sich einmauern ist für den 51-Jährigen keine Option. „Wir wollen agieren, aktiv dabei sein und immer Richtung Ball marschieren.“
In puncto Aufstellung gab sich der Teamchef einen Tag vor dem Test jedoch bedeckt. Gemäß den Trainingseindrücken könnten aber Italien-Legionär György Garics und Schweiz-Export Aleksandar Dragovic überraschend nur auf der Bank sitzen. Für sie könnten Neo-Salzburger Florian Klein auf der rechten Abwehrseite und der sich auf Vereinssuche befindende Paul Scharner im Abwehrzentrum zum Einsatz kommen.
Keine Experimente
Auf Experimente, wie etwa Teamdebütant Marcel Sabitzer auf dem rechten Flügel, dürfte Koller gegen die Ukraine noch verzichten. Immerhin steht am 5. Juni mit Rumänien schon der nächste Testgegner bereit. Auch wer vom Trio Christian Gratzei, Heinz Lindner und Lukas Königshofer am Freitag das Tor hüten wird, ließ der Teamchef offen. Favorit dürfte Sturm-Goalie Gratzei sein. Der bisher unter Koller zum Zug gekommene Robert Almer von Fortuna Düsseldorf war mit einer Muskelverletzung im Oberschenkel bereits am Mittwoch wieder aus dem Teamcamp abgereist.
APA/Robert JägerSpaß beim Training: Gratzei (Mi.) dürfte gute Karten auf einen Einsatz habenObwohl die Entscheidung, den Spielern zwei Tage vor dem Länderspiel gegen die Ukraine einen Tag freizugeben, in manchen Medien infrage gestellt wurde, sah sich Koller mit Blick auf die Fitness der Spieler bestätigt. „Die Frische ist wieder da, bei allen Spielern ist wieder richtig Zug dahinter. Und die medizinischen Werte sind allesamt im Topbereich“, sagte der Teamchef. Die letzten technischen Feinheiten werden den Spielern beim Abschlusstraining im Tivoli eingeimpft.
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Publiziert am 01.06.2012