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Schwung holen für WM-Quali
Koller schwebt eine ähnliche Leistung wie bei seinem Debüt vor, als die ÖFB-Elf am 15. November 2011 in der Ukraine nach guter Vorstellung durch ein 1:2 verlor. Das entscheidende Gegentor durch Marko Devic fiel erst in der 92. Minute. Die Österreicher boten bei winterlichen Bedingungen eine über weite Strecken gute Leistung, vergaben aber zahlreiche hochkarätige Torchancen.
Freundschaftliches Länderspiel
Freitag, 20.30 Uhr:
Live in ORF eins
Österreich - Ukraine
Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, SR Zwayer (GER)
Mögliche Aufstellungen:
Österreich: Gratzei - Klein, Dragovic/Scharner, Prödl, Suttner - Baumgartlinger, Alaba - Ivanschitz, Arnautovic, Junuzovic - Janko
Ukraine: Pijatow - Gusew, Michalik, Katscheridi, Selin - Timoschtschuk, Nasarenko - Jarmolenko, Devic, Konopljanka - Woronin
„Gute Resultate geben Selbstvertrauen“
Artem Milewski gelang vor 31.800 Zuschauern im EM-Ort Lwiw (Lemberg) entgegen dem Spielverlauf die Führung für die Ukrainer (18.). Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor von Alexander Kutscher nach Kopfball von ÖFB-Kapitän Marc Janko (71.). Kutscher sah in der 81. Minute nach einem Gerangel mit Marko Arnautovic die Gelb-Rote Karte. Im Finish drückte Österreich auf den Sieg, kassierte jedoch in Überzahl das 1:2. „Was man beim Spiel in der Ukraine gesehen hat, so stelle ich mir das vor“, so der Schweizer. Diesmal soll sich die Leistung aber auch in einem entsprechenden Ergebnis niederschlagen.
„Wir versuchen durch unser Auftreten, aber auch durch das Ergebnis eine positive Stimmung zu kreieren. Nur gut spielen und verlieren, davon hat der Fan nichts. Und wir auch nicht, denn gute Resultate geben das meiste Selbstvertrauen“, sagte Koller vor dem drittletzten Test vor der am 11. September in Wien gegen Deutschland beginnenden WM-Qualifikation. Ähnlich sieht auch die Erwartungshaltung von ÖFB-Jungstar David Alaba aus: „Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und das umsetzen, was wir trainiert haben. Und das Ergebnis sollte auch passen.“
Ukraine „voll im Saft“
Dass die Ukrainer vor ihrer Heim-EM natürlich „voll im Saft“ stehen, ist Koller klar. Dass die Osteuropäer schon gut in Form sind, konnte man am vergangenen Montag beim 4:0 in Kufstein gegen Estland erkennen. „Die Ukraine ist stark. Das ist eine gute Truppe, keine Frage, speziell in der Offensive“, berichtete Koller.
GEPA/Andreas PranterÖsterreichs Spieler sind (im Bild David Alaba) laut Teamchef Koller „topmotiviert“Dass bei Österreich zahlreiche Leistungsträger wie Martin Harnik, Christian Fuchs, Emanuel Pogatetz und Jakob Jantscher verletzungsbedingt fehlen, war bei Koller in Seefeld nie ein Thema. Auch ohne diese Akteure hat der 51-Jährige vor seinem dritten Ländermatch als ÖFB-Chefcoach die Qual der Wahl. Denn die Trainingsleistungen haben Koller begeistert. „Die Spieler sind topmotiviert. Man hat keinesfalls den Eindruck, dass es sich um Saisonkehrausspiele handelt.“
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Publiziert am 01.06.2012