Themenüberblick

Grenzgänger Arnautovic

Heinz Lindner: Befriedigend

Der Austria-Tormann gab sein A-Länderspiel-Debüt. Wurde bis auf eine kleine Unsicherheit in der ersten Minute in der ersten Hälfte nie ernsthaft geprüft. War beim unglücklichen 1:1 durch Oleg Gusew machtlos, ebenso bei dessen Massschuss zum 2:2.

Florian Klein: zu kurz eingesetzt

Der Neo-Salzburger hatte bald nach Beginn mit muskulären Problemen zu kämpfen und wurde in der 28. Minute durch György Garics ersetzt.

György Garics: Befriedigend

Der Bologna-Legionär kam durch den frühen Ausfall von Klein zu seinem 25. Ländermatch. Erfüllte seine Rolle als Rechtsverteidiger ohne Schnörkel, mit etwas mehr Offensivdrang als Klein.

Sebastian Prödl: Gut

War der sichere Anker in der ÖFB-Verteidigung, die ab und zu durch schnelles Kurzpassspiel des EM-Gastgebers ins Schlingern kam. Fälschte vor dem 1:1 den Nazarenko-Freistoß jedoch entscheidend mit seiner Rückseite ab. In der Offensive versuchte sich der Bremer immer wieder mit Kopfbällen.

Paul Scharner: Befriedigend

Der Routinier durfte in der Innenverteidigung neben Prödl ran und spielte ein unaufgeregtes 39. Länderspiel. Keine Höhen, keine Tiefen.

Markus Suttner: Befriedigend

Der Austrianer, der zu seinem zweiten Länderspieleinsatz kam, spielte auf der linken Abwehrseite kompromisslos und trocken. Kleinere Stellungsfehler fielen an diesem lauen Abend nicht ins Gewicht.

Julian Baumgartlinger: Genügend

Der Mainzer bildete mit Alaba das defensive Mittelfeld, versuchte so wie die gesamte Mannschaft dem Gegner durch diszipliniertes, kollektives Verteidigen wenig Raum zu geben. Das gelang ihm gut, offensiv wenig Akzente. Seine Rolle übernahm ab der 68. Minute Veli Kavlak.

David Alaba: Befriedigend

Anders als bei Bayern München durfte Österreichs Shootingstar im Team links im defensiven Mittelfeld auflaufen, hatte dort zu Beginn jedoch noch Anpassungsschwierigkeiten. Kam mit Fortdauer besser in Schwung, vermisste wohl aber auch seinen Bayern-„Spezl“ Franck Ribery. Steigerte sich und harmonierte in den zweiten 45 Minuten gut mit Ivanschitz.

Andreas Ivanschitz: Befriedigend

Sorgte in den ersten Minuten für Schwung, holte den Freistoß zum 1:0 heraus. Zeigte zuerst auf links und später im Wechsel mit Arnautovic auf rechts eine engagierte Leistung, bei der zwar nicht jeder Pass ankam, aber vom Willen getragen war, offensiv etwas zu bewegen.

Zlatko Junuzovic: Gut

Der Werder-Bremen-Legionär überraschte bereits in der dritten Minute Ukraine-Tormann Alexander Gorjainow mit seinem Freistoß von der Strafraumgrenze zum 1:0. Überzeugte durch Laufarbeit gepaart mit der Fähigkeit einen schnellen, öffnenden Pass zu spielen.

Marko Arnautovic: Zwischen Sehr gut und Nicht genügend

Zeigte zu Beginn Einsatz, rutschte sogar in den Ball, verschwand dann jedoch von der Bildfläche und tauchte in der ersten Hälfte nur noch bei einem harmlosen Schuss und einem Freistoß auf. Kratzte bereits am Nicht genügend, als er in der 61. Minute genau richtig stand und zum 2:1 einnetzte. Zeigte sein Genie abermals beim wunderbaren Schlenzer zum 3:2. Trotzdem sollte von einem Spieler seines Könnens in 90 Minuten mehr Gefahr ausgehen.

Marc Janko: Nicht Genügend

Österreichs Solospitze war wieder einmal isoliert, bedingt auch durch die bescheidenen Offensivbemühungen der Koller-Elf in den ersten 45 Minuten. Braucht als klassischer Strafraumstürmer einfach mehr „Futter“. Machte in der 63. Minute Platz für den Mattersburger Patrick Bürger.

Patrick Bürger: Befriedigend

Der kräftige Mattersburg-Stürmer zeigte in seinem ersten Länderspiel, dass er gewillt ist, auch von weiter hinten den Weg nach vorne zu suchen. Verrichtete in seinen 27 Minuten Spielzeit mehr Laufarbeit als Janko in den 63 Minuten davor.

Guido Burgstaller, Veli Kavlak, Yasin Pehlivan: alle zu kurz eingesetzt

Martin Wagner, ORF.at aus Innsbruck

Links:

Publiziert am 02.06.2012