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0:2-Rückstand noch umgedreht

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic ist bei den French Open mit einem Zittersieg ins Viertelfinale eingezogen. Nach einem 0:2-Satzrückstand bezwang der Serbe am Sonntag in Paris den Italiener Andreas Seppi mit 4:6 6:7 (5/7) 6:3 7:5 6:3. Es war das erste Mal im Turnierverlauf, dass Djokovic Sätze abgeben musste, zuvor hatte er sich mit drei Dreisatzsiegen durchgesetzt.

Der top gesetzte Australian-Open-Champion, der Roland Garros als einziges der vier Grand-Slam-Tennisturniere noch nie gewonnen hat, trifft nun entweder auf den als Nummer fünf gesetzten Franzosen Jo-Wilfried Tsonga oder den Schweizer Stanislas Wawrinka, das Spiel der beiden wurde allerdings beim Stand von 6:4 7:6 (6/8) 3:6 3:6 4:2 wegen Dunkelheit abgebrochen.

Serbischer Tennisspieler Novak Djokovic und der Italiener Andreas SeppiAPA/EPA/Stephane ReixSeppi hatte am Ende doch noch das Nachsehen mit Djokovic

Der 25-jährige Djokovic erreichte sein zwölftes Grand-Slam-Viertelfinale in Serie. „Das war ein schwaches Spiel von mir heute, aber nach dem Zweisatzrückstand habe ich sehr hart gekämpft und immer daran geglaubt, dass ich noch gewinnen kann“, sagte Djokovic.

Erwartungen an Favoriten oft groß

„Von uns Favoriten erwartet man, dass wir leicht gewinnen können, aber alle können gut spielen. Seppi ist derzeit in toller Form, er hat in Rom gut gespielt und in Belgrad gewonnen“, sagte der Serbe. In den ersten beiden Sätzen sei Seppi einfach der bessere Spieler gewesen. „Bei mir war es einer jener Tage, an denen nichts gelaufen ist. Ich habe mich herausziehen müssen, um zu gewinnen, das ist der einzige positive Punkt des Tages.“ Nun gilt es, dieses Spiel abzuhaken und sich auf das Viertelfinale zu konzentrieren.

Federer setzt sich gegen Goffin durch

Roger Federer hat ebenfalls mit Mühe das Viertelfinale erreicht. Die als Nummer drei gesetzte frühere Nummer eins der Tenniswelt bezwang am Sonntag den überraschend starken „Lucky Loser“ David Goffin mit 5:7 7:5 6:2 6:4. Der 21 Jahre alte Weltranglisten-109. aus Belgien war eigentlich in der Qualifikation ausgeschieden.

„David hat mich beeindruckt. Er schlägt den Ball sehr früh und fühlt das Spiel sehr gut. Er hat großes Potenzial“, lobte Federer den Belgier, der im zweiten Satz nur zwei Punkte von einer 2:0-Satzführung entfernt gewesen war. Aber auch Goffin zog eine zufriedene Bilanz: „Ich hatte eine außergewöhnliche Woche, die mit dem Match gegen Roger gekrönt wurde“, sagte Goffin, der sich als Federer-Fan outete: „Als Jugendlicher hatte ich überall in mein Zimmer Poster von Roger hängen“.

Federer, der Vorjahresfinalist und Roland-Garros-Sieger von 2009, baute seine Rekordserie bei Grand-Slam-Veranstaltungen auf 32 Viertelfinal-Teilnahmen in Serie aus. Der Schweizer trifft bei dem mit 17,226 Millionen Euro dotierten wichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt nun entweder auf den an Position sieben gesetzten Tomas Berdych aus Tschechien oder den Argentinier Juan Martin del Potro, die Nummer neun der Setzliste, auch diese Partie wurde wegen Dunkelheit unterbrochen.

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Publiziert am 04.06.2012