Cassano sorgt mit homophober Aussage für Wirbel
Italiens Teamstürmer Antonio Cassano redet sich bei der EM um Kopf und Kragen. Das Enfant terrible der „Azzurri“ sorgte mit schwulenfeindlichen Äußerungen für Aufregung. „Ich hoffe, dass keine Schwulen in der Mannschaft sind“, sagte der Exzentriker am Dienstagnachmittag im Casa Azzurri auf die Frage eines Reporters.
Nach dem starken EM-Auftakt gegen Spanien brockt Cassano der „Squadra Azzurra“ mit seinen Aussagen vor dem am Donnerstag stattfindenden Spiel gegen Kroatien völlig unnötigen Ärger ein. Die Onlineausgabe der „Gazzetta dello Sport“ nannte Cassanos Worte über Homosexuelle „schockierend“.
Am Abend entschuldigte sich Cassano dann: „Das tut mir aufrichtig leid. Ich wollte niemanden beleidigen. Schwulenfeindlichkeit ist mir absolut fremd“, teilte Cassano der Nachrichtenagentur ANSA mit.
Wieder einmal zu redselig
Reporter hatten ihn im Casa Azzurri auf Äußerungen des italienischen TV-Moderators Alessandro Cecchi Paone angesprochen und den redseligen Fußballer damit aufs Glatteis geführt. Cecchi Paone hatte in einem Radiointerview behauptet, dass zwei Homosexuelle und ein Bisexueller im italienischen Team seien. Cecchi Paone selbst ist homosexuell und hatte nach eigener Aussage mittlerweile beendete Beziehungen zu zwei italienischen Fußballern.
Zunächst hatte der 29-jährige Cassano in Krakau auf die Frage noch ausweichend reagiert: „Wir antworten darauf nicht“, sagte der Stürmer des AC Milan und fügte dann hinzu: „Es ist besser, ich sage nicht, was ich denke.“ Das wäre am Ende wohl auch besser gewesen.
Publiziert am 12.06.2012