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Endstation in Runde zwei

Für Jürgen Melzer ist am Donnerstag beim Grand-Slam-Turnier in Wimbledon Endstation gewesen. Österreichs Nummer eins unterlag in der zweiten Runde überraschend dem Slowaken Lukas Lacko in fünf Sätzen mit 4:6 7:6 (7/4) 6:3 3:6 4:6. Österreich ist damit beim Traditionsturnier im Herren-Einzel nicht mehr vertreten.

Melzer erwies sich als fairer Verlierer und gestand nach der knappen Niederlage die Überlegenheit des Gegners ein. „Klar ist man enttäuscht, wenn man in fünf Sätzen verliert. Aber so, wie das Spiel verlaufen ist, muss man sagen, dass er dominiert hat. Wenn der Ball im Spiel war, war er der bessere Spieler. Er hat von hinten mehr Ballwechsel gewonnen als ich. Leider schaffte ich es nicht, zu Beginn des vierten Satzes dabei zu bleiben“, gab der Niederösterreicher zu.

Jürgen Melzer mit einer Rückhand

APA/EPA/Gerry Penny

An der Grundlinie hatte Melzer bei einigen Ballwechseln das Nachsehen

Zwischenhoch in Satz zwei und drei

Für Melzer war es die zweite Fünfsatzpartie, nachdem er die vertagte gegen den auf Nummer 25 gesetzt gewesenen Schweizer Stanislas Wawrinka am Vortag gewonnen hatte. Gegen Lacko startete der Österreicher allerdings holprig ins Spiel und musste der Nummer 60 der Welt gleich einmal den ersten Satz überlassen. Danach fand der 31-Jährige allerdings etwas besser zu seinem Spiel und konnte mit Mühe den zweiten Satz knapp im Tiebreak für sich entscheiden.

Nach dem Gewinn des dritten Durchgangs schien Melzer auf dem Weg in die dritte Runde. Danach riss allerdings der Faden. Der 24-jährige Lacko sicherte sich den vierten Satz. Die Entscheidung begann dann mit drei Breaks. Melzer hatte beim Stand von 1:2 zwar zwei Chancen auf ein neuerliches Rebreak, konnte diese allerdings nicht nutzen. Danach war der Slowake dank seines starken Aufschlags ungefährdet und verwertete seinen ersten Matchball zum ersten Sieg über Melzer im zweiten Duell.

Fitness als posititver Aspekt

Trotz des frühen Abschieds aus dem Einzel-Bewerb fand Melzer auch positive Aspekte. „Für mich war es sehr, sehr wichtig, dass ich zweimal über fünf Sätze mit meinem Körper durchhalten konnte. Ich bin auch nicht der Meinung, dass ich schlecht gespielt habe“, sagte der Niederösterreicher, der damit nur noch mit dem Deutschen Philipp Petzschner im Doppel und mit der Tschechin Iveta Benesova im Mixed vertreten.

Die Titelverteidiger in diesem Bewerb sind als Nummer zwölf gesetzt und treffen nach einem Freilos in der zweiten Runde auf die Briten Dominic Inglot/Laura Robson oder das US-südafrikanische Paar Scott Lipsky/Natalie Grandin. „Ich spiele gerne Doppel und Mixed. Aber die Enttäuschung ist nach dieser Niederlage groß. Deshalb fällt es mir im Moment schwer, mich darauf zu freuen. Aber morgen sieht das sicherlich anders aus“, erklärte Melzer.

Ein Freilos haben auch der Wiener Alexander Peya mit der Deutschen Anna-Lena Grönefeld, die beiden sind auf Position 16 eingestuft. Mit Julian Knowle und Tamira Paszek gibt es auch ein rein österreichisches Mixed. Das ÖTV-Gespann bekommt es in Runde eins mit dem Spanier Marc Lopez und der Slowakin Janette Husarova zu tun.

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