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Zweiter Etappensieg für Modolo

Der Italiener Sacha Modolo hat sich am Freitag den Tagessieg auf der sechsten Etappe der Österreich-Radrundfahrt geholt. Der Colnago-Profi setzte sich nach 185 Kilometern von Waidhofen nach Melk im Massensprint unterhalb des Stifts vor seinen Landsleuten Daniele Colli und Danilo Napolitano durch.

Der Olympiateilnehmer hatte bereits die Dienstag-Etappe gewonnen. Insgesamt landeten sieben italienische Fahrer in den Top Ten. Marco Haller erreichte als bester Österreicher Rang fünf.

Zieleinfahrt in MelkGEPA/Wolfgang GrebienMoldolo stellte seine Sprint-Qualitäten erneut unter Beweis

In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Der Däne Jakob Fuglsang machte einen weiteren Schritt zum Tour-Triumph und führt weiter über eine Minute vor dem Italiener Danilo di Luca. Am Samstag steht in Podersdorf ein Einzelzeitfahren über 24,1 km am Programm, da will Fuglsang eine Probe seines Könnens im Kampf gegen die Uhr geben.

Haller mit taktischem Fehler

Während Riccardo Zoidl als Letzter einer Ausreißergruppe 15 Kilometer vor dem Ziel eingeholt wurde und Olympiateilnehmer Daniel Schorn seinen NetApp-Kollegen schon lange vor dem Zielsprint signalisierte, dass er sich nicht gut fühlte, mischte Katjuscha-Profi Haller in der Entscheidung vorne mit.

„Ich hatte perfekte Beine, habe aber einen Fehler gemacht und das falsche Hinterrad gewählt. So war ich schon 300 Meter vor dem Ziel im Wind“, erklärte Haller, der noch von mehreren Fahrern überspurtet wurde. „Modolo wäre nicht zu schlagen gewesen, aber der zweite Rang war möglich.“ Nun hofft der 21-Jährige, dass es am Sonntag in Wien mit dem ersten ÖRV-Etappensieg seit 2008 klappt.

Rohreggers Leistung „hat gepasst“

Die Taktik des Teams RadioShack war auf der schwierigen Niederösterreich-Etappe (Höhendifferenz 2.035 m) ganz auf Fuglsang ausgelegt. Das musste auch Thomas Rohregger akzeptieren. „Es ist eine schwierige Situation für mich“, gab der Tiroler zu, „aber wichtig ist, dass unser Team gewinnt. Ich habe mit Jakob viele Trainingslager absolviert und verstehe mich gut mit ihm.“

Aus dem erhofften Etappensieg für den Kletterspezialisten bei der 64. Auflage wurde freilich nichts. „Ich habe mich aber trotzdem gut präsentiert, die Leistung hat gepasst“, erklärte Rohregger, der mit 1:48 Minuten Rückstand weiter Gesamtvierter ist. Die Chance auf einen Podestplatz lebt, doch von hinten droht im Zeitfahren, dem er im Training kaum Augenmerk schenkte, noch Gefahr. Robert Vrecer (SLO), Sergio Pardilla (ESP), Petr Ignatenko (RUS) und Alexander Djatschenko (KAZ) liegen alle innerhalb von 28 Sekunden hinter Rohregger.

Fuglsang braucht sich hingegen keine Sorgen zu machen, sofern er sturzfrei durchkommt. Sein Vorsprung auf Di Luca beträgt 1:04 und auf den drittplatzierten Schweizer Steve Morabito, einen guten Zeitfahrer, 1:16 Minuten. „Ich werde alles geben, das ist auch ein guter Test für die Olympischen Spiele“, sagte der 27-jährige, der programmierte Sieger der 64. Österreich-Rundfahrt. Seine Klasse in der Prüfung gegen die Uhr hat er mit dem zehnten WM-Rang im Vorjahr bewiesen.

Preidler sichert sich Bergwertung

Eine Entscheidung an der Nebenfront ist schon gefallen. Der Steirer Georg Preidler sicherte sich zwei Jahre nach Josef Benetseder den Gesamtsieg in der Bergwertung. „Es war wirklich ein harter Kampf, ich freue mich, dass ich es geschafft habe“, sagte der 22-Jährige, der alle drei Bergwertungen des Tages, u. a. in Wastl am Wald und Annaberg, für sich entschied.

64. Österreich-Rundfahrt

Sechste Etappe

Waidhifen/Ybbs - Melk (185 km)
1. Sacha Modolo ITA 4:32:12
2. Daniele Colli ITA -"-
3. Danilo Napolitano ITA -"-
4. Jacopo Guarnieri ITA -"-
5. Marco Haller AUT -"-
6. Nico Sijmens BEL -"-
7. Alessandro Bazzana ITA -"-
8. Giovanni Visconti ITA -"-
9. Pier Paolo de Negri ITA -"-
10. Sergio Pardilla ESP -"-
16. Christoph Sokoll AUT -"-
18. Jakob Fuglsang DEN -"-
20. Daniel Schorn AUT -"-
21. Martin Schöffmann AUT -"-
22. Thomas Rohregger AUT -"-
43. Josef Benetseder AUT -"-
44. Paul Lang AUT -"-
50. Florian Gaugl AUT -"-

Gesamtwertung

Stand nach sechs von acht Etappen:
1. Jakob Fuglsang DEN 25:14:17
2. Danilo di Luca ITA + 1:04
3. Steve Morabito SUI 1:16
4. Thomas Rohregger AUT 1:48
5. Robert Vrecer SLO 1:51
6. Sergio Pardilla ESP 1:53
7. Petr Ignatenko RUS 1:53
8. Alexander Djatschenko KAZ 2:16
9. Marcel Wyss SUI 2:39
10. Angelo Pagani ITA 2:41
27. Georg Preidler AUT 31:15
30. Paul Lang AUT 37:54
33. Harald Totschnig AUT 39:41
35. David Wöhrer AUT 41:01
37. Riccardo Zoidl AUT 42:43
41. Christoph Sokoll AUT 43:20
43. Martin Schöffmann AUT 44:42

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Publiziert am 06.07.2012