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Endspiel im Wembley-Stadion als Ziel

Das Olympische Fußballturnier hat noch selten den gleichen Stellenwert einer Welt- oder Europameisterschaft gehabt. Diesmal rückt dieser Bewerb allerdings weit mehr in den Mittelpunkt, wird bei den Sommerspielen in London doch im Mutterland des Fußballs gespielt. Außerdem sind der Zeitpunkt und die Austragungsstätten diesmal wesentlich reizvoller als vor vier Jahren in Peking.

2008 fand Olympia von 8. bis 24 August statt. Kein optimaler Zeitpunkt, denn die Clubs standen kurz vor oder unmittelbar nach dem Saisonstart. Damals musste der Internationale Sportgerichtshof über die Abstellungsregularien entscheiden. In diesem Jahr birgt das Olympiaturnier weit weniger sportpolitische Brisanz. Die meisten Ligen fangen erst nach dem Ende der Spiele statt. Überdies locken Stadion wie das Wembley, Old Trafford, der St. James Park in Newcastle, das Millennium-Stadion in Cardiff und der Hampden Park in Glasgow.

Aber nicht nur deshalb sind etliche Stars Feuer und Flamme für das Turnier. Die Aussicht auf Olympiagold ist auch bei den hoch bezahlten Stars durchaus reizvoll. In Anbetracht von Nationen wie Weißrussland, Neuseeland, Gabun, Honduras und Marokko stehen die Chancen dafür nicht schlecht. Mit Argentinien scheiterte überdies der Olympiasieger von 2004 und 2008 in der Qualifikation, auch große Nationen wie Deutschland, Italien und die Niederlande sind nicht dabei.

Die brasilianischen Spieler Neymar,  Marcelo und HulkAP/Nick WassNeymar, Marcelo, Hulk sind im Fußballgeschäft klingende Namen

Brasilien will erstmals Gold

Die großen Nationen wie das aus den vier britischen Verbänden gebildete „Team GB“, Spanien, Brasilien und Uruguay wollen mit dem entsprechenden Spielermaterial nach Gold greifen und beriefen einige Stars in ihren Kader, in dem drei Spieler über 23 Jahre alt sein dürfen. Vor allem der fünffache Weltmeister Brasilien will endlich den ersten Olympiasieg einfahren und fährt mit einigen Hochkarätern nach London.

Santos-Jungstar Neymar und Milan-Stürmer Alexandre Pato werden unterstützt von den Verteidigern Thiago Silva (Milan/27 Jahr) und Marcelo (Real Madrid/24). Im Angriff nominierte Coach Mano Menezes überdies Marc Jankos Porto-Teamkollegen Hulk. „Ich bin sicher, dass wir eine exzellente brasilianische Auswahl bilden können, die auch in der Lage sein wird, gegen eine Nationalelf vom Niveau Spaniens anzutreten, wenn denn beide die Endphase erreichen sollten.“

Spanien mit drei Europameistern

Sollten beide Nationen aus den Vorrunden als Gruppensieger hervorgehen, wäre theoretisch sogar ein Finale am 11. August im Wembley-Stadion möglich. Vom Spielermaterial scheint das allemal möglich, denn die Iberer bieten gleich drei Europameister auf. Barcelona-Neuzugang Jordi Alba, der als linker Verteidiger einer der EM-Entdeckungen war, Javi Martinez (Athletic Bilbao) und Lokalmatador Juan Mata (Chelsea) sollen den nächsten Titel nach Spanien bringen.

Uruguay hält indes mit zwei Starstürmern dagegen. Liverpools Luis Suarez und Napoli-Angreifer Edinson Cavani waren maßgeblich für den vierten Platz der Südamerikaner bei der WM 2010 sowie den Sieg bei der Copa America 2011 verantwortlich. Trainiert wird die Olympiaauswahl von Teamchef Oscar Tabarez höchst persönlich. Wie stark Uruguay sein wird, wird gleich die Gruppenphase zeigen. Denn dort wartet das „Team GB“ mit Kapitän Ryan Giggs.

Olympisches Fußballturnier

Gruppe A: Großbritannien, Senegal, VAE, Uruguay

Gruppe B: Mexiko, Südkorea, Gabun, Schweiz

Gruppe C: Brasilien, Ägypten, Weißrussland, Neuseeland

Gruppe D: Spanien, Japan, Honduras, Marokka

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Publiziert am 16.07.2012