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Titelverteidigerin locker weiter

Nach ihrem Triumph in Wimbledon, wo sie vergangene Woche sowohl den Einzel-Titel als auch das Doppel mit Schwester Venus gewann, ist Serena Williams noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Nach dem Rückflug in die USA steckt der 30-Jährigen der Jetlag noch in den Knochen, an weiteren Siegen hindert sie das aber nicht.

Im kalifornischen Stanford, wo derzeit das mit 640.000 US-Dollar dotierte Premier-Turnier auf dem Programm steht, ist Titelverteidigerin Williams am Freitag mit einem 6:4 6:0 gegen Chanelle Scheepers (RSA/6) ins Halbfinale eingezogen. Auf dem Weg dorthin hat sie - nach einem Freilos zum Auftakt - insgesamt nur sieben Games abgegeben.

Serena Williams fixiert den BallReuters/Robert GalbraithWilliams hat den nächsten Titel im Visier

„Desperate Housewives“ als Ablenkung

Und das, obwohl sie seit ihrem fünften Einzel-Titel in Wimbledon kaum Zeit zur Regeneration hatte. Und auch die Umstellung auf die andere Zeitzone klappte bisher noch nicht so recht. Am Freitag wachte sie bereits um 1.00 Uhr Früh auf und vertrieb sich danach die Zeit fünf Stunden lang mit der letzten Staffel der „Desperate Housewives“. „Ich habe gehofft, dass ich wieder einschlafen würde, aber es hat nicht geklappt“, so Williams. „Ich habe wie immer geweint, ich liebe die Serie. Ich war hellwach, als wenn ich noch in Europa gewesen wäre.“

Bei ihrem folgenden Sieg gegen die Südafrikanerin Scheepers war sie dann zumindest zu Beginn nicht ganz da, „wachte“ gegen Ende des ersten Satzes aber auf. „Ich habe mich zuerst nicht sehr wohl gefühlt“, so Williams. „Aber dann ist es mir besser gegangen, ich habe mich besser bewegt und das hat wirklich viel geholfen.“

Cirstea und die versteckte Kamera

Im Semifinale bekommt sie es mit Sorana Cirstea zu tun, die sich gegen Dominika Cibulkova (SVK/3) 6:7 (5/7) 6:2 6:0 durchsetzte. Die als Nummer neun gesetzte Rumänin hatte dabei nicht nur mit ihrer Gegnerin zu kämpfen, sondern auch mit den Entscheidungen der Linienrichter. Im ersten Satz wurde ihr bei gleich sechs von neun Bällen, die sie beanstandete, durch das „Hawk Eye“ recht gegeben. „Gegen Ende des ersten Satzes habe ich alle strittigen Bälle beanstandet", weil ich niemandem mehr getraut habe“, erklärte die 22-Jährige.

„Ich habe mir gedacht, irgendwer erlaubt sich einen Scherz und will sehen, wie ich reagiere. Es war wie bei der ‚versteckten Kamera‘, so viele Fehler wurden gemacht. Ich habe schon gelacht, weil es so komisch war. Der Stuhlschiedsrichter hat nie eingegriffen. Hätten wir heutzutage nicht das Challenge-System, würde ich jetzt meine Koffer packen.“

Vorjahresfinalistin Bartoli verliert

In der zweiten Halbfinal-Partie stehen sich Yanina Wickmayer (BEL/5) und Coco Vandeweghe (USA) gegenüber. Wickmayer schlug die als Nummer zwei gesetzte französische Vorjahresfinalistin Marion Bartoli 6:3 6:2, Vandeweghe setzte sich im Duell zweier ungesetzter Spielerinnen gegen die Polin Urszula Radwanska mit 6:4 6:4 durch. Die US-Amerikanerin, die nur als Lucky Loser in den Hauptbewerb gekommen war, hatte in der zweiten Runde die ehemalige Weltranglistenerste Jelena Jankovic (SRB/4) aus dem Bewerb geworfen.

640.000-$-WTA-Premier-Turnier in Stanford

Viertelfinal-Tableau:
Serena Williams (USA/1) Chanelle Scheepers (RSA/6) 6:4 6:0
Sorana Cirstea (ROU/9) Dominika Cibulkova (SVK/3) 6:7 (5/7) 6:2 6:0
Coco Vandeweghe (USA) Urszula Radwanska (POL) 6:4 6:4
Yanina Wickmayer (BEL/5) Marion Bartoli (FRA/2) 6:3 6:2
Achtelfinal-Tableau:
Serena Williams (USA/1) Nicole Gibbs (USA) 6:2 6:1
Chanelle Scheepers (RSA/6) Michelle Larcher de Brito (POR) 6:3 6:4
Dominika Cibulkova (SVK/3) Erika Sema (JPN) 6:1 6:3
Sorana Cirstea (ROU/9) Saisai Zheng (CHN) 6:3 6:3
Urszula Radwanska (POL) Marina Erakovic (NZL/8) 6:3 3:6 6:4
Coco Vandeweghe (USA) Jelena Jankovic (SRB/4) 6:4 6:2
Yanina Wickmayer (BEL/5) Heather Watson (GBR) 5:7 6:1 6:4
Marion Bartoli (FRA/2) Mallory Burdette (USA) 7:5 6:0

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Publiziert am 14.07.2012