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Jubel über dritten Tagessieg
„Das war eine tolle Teamarbeit“, freute sich der Etappensieger im Ziel. Auf der sechsten Etappe letzten Freitag, bei der Greipel zweimal zu Sturz kam, hatte Sagan noch die Nase vorne. Platz drei ging am französischen Nationalfeiertag an den Norweger Edvald Boasson Hagen. Für Greipel war es der bereits dritte Tagessieg der diesjährigen Frankreich-Radrundfahrt.
AP/Peter DejongKnapp, aber doch: Diesmal musste Sagan Greipel den Vortritt lassenAn der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderung: Wiggins, der im Finale sogar mitsprintete, führt weiter mit 2:05 Minuten vor seinem Teamkollegen Christopher Froome und 2:23 vor dem Sizilianer Nibali.
„Bin sehr froh“
Auch eine ruppige Steigung 23 Kilometer vor dem Ziel, auf der Greipel etwas zurückgefallen war, konnte das Kraftpaket vom Team Lotto-Belisol nicht stoppen. „Ich bin wirklich sehr froh, dass ich ihn so knapp besiegen konnte“, sagte Greipel über den Erfolg gegen seinen Sprintrivalen Sagan. Drei Siege in einer Tour gelangen als letztem deutschen Profi Erik Zabel 2001. In Rouen und St. Quentin hatte Greipel in der ersten Tour-Woche schon zugeschlagen. Sein großer Tour-Traum bleibt noch der Finalerfolg auf den Champs-Elysees am 22. Juli in Paris.
„Das ist eine wundervolle Tour. Gott sei Dank hatte ich im Sprint den richtigen Riecher und mich am Hinterrad von Boasson-Hagen orientiert“, freute sich Greipel, dessen einstiger Erzrivale Mark Cavendish fast neun Minuten nach ihm im Ziel eintrudelte. Der Mont Saint Clair 23 Kilometer vor dem Ziel hatte dem Briten den Zahn gezogen.
Ausreißergruppe kämpft vergebens
Schon früh hatte sich wieder eine Ausreißergruppe gebildet, die lange kämpfte, um sich den Traum vom Etappensieg zu erfüllen. Aber die acht Fahrer, darunter am Nationalfeiertag vier Franzosen, kamen auf der drittlängsten Tour-Etappe nur bis an den Fuß des Mont Saint-Clair. Auf den steilen Rampen der 1,6 Kilometer langen, sehr ruppigen Steigung im Badeort Sete 23 Kilometer vor dem Ziel wurden sie eingeholt. Als letzter der Gruppe hatte der Däne Michael Morkov widerstanden, der sich aus der Spitzenformation abgesetzt hatte, aber kurz vor dem Gipfel völlig erschöpft auch gestellt wurde.
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Publiziert am 14.07.2012