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Jun als Matchwinner in Oberwart
Die Austria brauchte einige Zeit, um in Oberwart auf Touren zu kommen. Die Burgenländer präsentierten sich bei starkem Regen gut organisiert und boten den Wienern wenig Räume. In der fünften Minute prüfte Richard Wemmer Austria-Goalie Pascal Grünwald per Freistoß. Alexander Gorgon vergab Mitte der ersten Hälfte aus kurzer Distanz die erste Chance der Wiener. Kurz vor der Pause folgte dann die Erlösung. Nach Stanglpass von Thomas Suttner traf Tomas Jun unbedrängt (45.).
Nach Seitenwechsel sorgte dann ein Doppelschlag für die Entscheidung. Das 2:0 war eine Kopie des ersten Tores, nach Hereingabe von Suttner war neuerlich Jun zur Stelle (58.). Zwei Minuten danach erzielte der eingewechselte Marko Stankovic mit einem herrlichen Volleyschuss aus 16 Metern das 3:0. Die Oberwarter, bei denen nach und nach die Kräfte schwanden, durften aber noch über einen Teilerfolg jubeln. Nach einem Eckball erzielte Daniel Seper den Ehrentreffer (87.).
APA/Andreas PessenlehnerAustria leistete sich im Regen bei Oberwart keinen AusrutscherStöger mit Leistung bedingt zufrieden
Austria-Coach Peter Stöger war nach der Partie nur bedingt mit dem ersten Pflichtspiel der Saison zufrieden. „In der ersten Halbzeit waren wir nicht energisch genug. Man muss auch gegen Oberwart zeigen, dass man permanent dominant ist. Das ist uns über weite Strecken nicht gelungen. Nach der Pause haben die Tore die Partie schnell entschieden, das war in Ordnung. Oberwart hat sich mit Laufarbeit, Herz und einer guten Organisation anständig verkauft“, sagte der Neo-Coach.
In Ansätzen war Stöger mit dem Gezeigten aber einverstanden: „Wir sind daran interessiert, Kombinationsfußball zu zeigen. Wir haben aber als Mannschaft noch viel zu tun.“ Oberwart-Coach Klaus Guger freute sich, dass sein Team der Austria das Leben einigermaßen schwer gemacht hat: „Unser Tor hätte ich gerne in der ersten Halbzeit gehabt. Der zweite Austria-Treffer hat dann aber bald die Entscheidung gebracht. Jeder meiner Spieler ist an sein Limit gegangen.“
Mattersburg mit Mühe in Leoben
Mattersburg fixierte im Gegensatz zur Austria den Aufstieg erst spät. Beim Stand von 0:1 - Patrick Bürger traf per Freistoß (38.) - schöpfte Leoben nach einer Gelb-Roten Karte für den Mattersburger Manuel Prietl (48.) wieder Hoffnung. Gleich mit dem folgenden Angriff erzielten die Burgenländer aber durch Alois Höller das 2:0 (50.).
Mit einem Mann mehr gelang den immer offensiver werdenden Steirern dann nach einem schönen Konter und einem satten Schuss von Mario Giermair aber doch der Anschlusstreffer (64.). In der Folge waren die Hausherren dank einiger sehr guter Chancen, darunter einem Stangenschuss von Markus Briza, dem Ausgleich näher als Mattersburg der Entscheidung. Erst durch einen Konter gelang dem Favoriten dann durch den eingewechselten Michael Mörz (90.) das dritte Tor.
GEPA/Philipp BremLeoben machte Mattersburg das Cupleben schwerRied erst nach einer Stunde souverän
Ried, 2011 Cupsieger und in der letzten Saison Finalist, hatte beim Regionalligisten in Kufstein härter zu kämpfen, als der 4:1-Endstand vermuten lässt. Neuzugang Rene Gartler sorgte zwar per Abstauber für die schmeichelhafte Pausenführung der Gäste aus Oberösterreich (41.), die zuvor bei einem Stangentreffer (27.) Glück gehabt hatten. Doch nach dem Wechsel gelang Mirza Crnkic, der Ried-Goalie Thomas Gebauer aus 35 Metern per Heber bezwang, der verdiente Ausgleich (56.).
Da spielerisch bei den Riedern wenig lief, probierte es Anel Hadzic mit der Brechstange - mit Erfolg, aus knapp 25 Metern landete sein Gewaltschuss genau im Kreuzeck (63.). Wenig später erhielten die Innviertler einen umstrittenen Handelfmeter zugesprochen, den Ex-Rapidler Gartler zum 3:1 verwertete (68.), womit das Match entschieden war. Für den Endstand sorgte Andreas Schicker (76.).
St. Pölten prolongiert schwarze Serie
St. Pölten reiste nach Bad Vöslau, um seine schwarze Cupserie zu beenden. Stattdessen setzte es für den Erstligisten gegen den Landesligisten die nächste Blamage. Seit 2009 ist die Truppe aus der Landeshauptstadt somit schon zum vierten Mal in Folge gleich in Runde eins gescheitert. Einem 2:3 gegen BW Linz (Regionalliga Mitte), 0:1 gegen Vorwärts Steyr (OÖ Landesliga) - und mit 2:3 gegen Götzendorf (NÖ Landesliga) folgte nun das nächste Scheitern.
Die Überraschung perfekt machte Armin Paradeisz mit seinem Goldtor in der 28. Minute. Nach einem 35-Meter-Freistoß von Christian Wittmann an die Latte war Paradeisz per Kopf zur Stelle. St. Pölten musste vor 250 Zuschauern ab der 52. Minute in Unterzahl spielen, da Tormann Christoph Riegler nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah. Vor St. Pölten hatten sich mit Horn, Blau-Weiß-Linz und der Vienna bereits am Freitag drei Erstligisten in der Auftaktrunde aus dem Cup verabschiedet.
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Publiziert am 16.07.2012