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WM-Führung weiter ausgebaut

Nach den Triumphen der Honda-Piloten in Assen und auf dem Sachsenring ist Jorge Lorenzo zurück auf die Siegerstraße gekehrt. Der Spanier feierte am Sonntag beim Grand Prix von Italien in Mugello auf seiner Yamaha seinen bereits fünften Saisonerfolg. Auf Rang zwei landete mit einem Rückstand von 5,223 Sekunden der Spanier Dani Pedrosa. Dritter wurde Andrea Dovizioso aus Italien (+ 10,665).

Auf Rang vier kam der Deutsche Stefan Bradl, der seinen ersten Podestplatz in der MotoGP-Klasse nur um 46 Tausendstel verpasste. Valentino Rossi belegte mit seiner Ducati Rang fünf. Weiter nicht nach Wunsch läuft es indes für Casey Stoner: Der Australier musste sich mit dem achten Platz begnügen. In der WM-Wertung hat der Titelverteidiger damit als Dritter schon 37 Punkte Rückstand auf Lorenzo, der bei 185 Zählern hält. Auf Rang zwei liegt Pedrosa mit 166 Punkten.

„Ich bin glücklich, dass ich die Punkte eingefahren habe. Es war ein hartes Rennen, denn lange habe ich geglaubt, dass ich mich von Pedrosa nicht entscheidend absetzen kann. Er fuhr immer knapp hinter mir. Am Ende konnte ich mich aber absetzen. Mit dem Wochenende bin ich sehr zufrieden, ich bin sauber und fehlerfrei gefahren“, erklärte Lorenzo nach dem neunten von 18 WM-Läufen.

Jorge Lorenzo küsst den PokalAPA/EPA/Carlo FerraroWie schon im Vorjahr durfte Lorenzo den Siegerpokal in Mugello küssen

Stoner rutscht ins Kiesbett

Erstmals in der MotoGP-Geschichte wurde die erste Startreihe nur von spanischen Fahrern gebildet. Das Trio wurde aber bereits in Runde eins gesprengt. Der aus der Poleposition gestartete Pedrosa wurde sowohl von Lorenzo und zunächst auch Dovizioso überholt. Hector Barbera, der drittschnellste Pilot im Qualifying, hatte mit der Entscheidung nichts zu tun und beendete das Rennen auf dem neunten Rang.

Auch Stoner rutschte zunächst vom fünften auf den achten Rang ab. Der Weltmeister kämpfte sich aber wieder ein wenig nach vor, ehe ihn ein Ausritt ins Kiesbett knapp vor der Hälfte des Rennens aller Chancen beraubte. Mit harten Manövern machte der 24-Jährige zwar noch zwei Plätze gut, musste aber eine Woche nach seinem Ausfall auf dem Sachsenring wenige Kurven vor Schluss den nächsten Rückschlag im WM-Kampf verdauen.

Ungefährdeter Sieg

An der Spitze diktierte Lorenzo hingegen das Tempo, als einziger konnte Pedrosa den Abstand einigermaßen in Grenzen halten. In der Schlussphase war Lorenzo dann allerdings nicht mehr zu halten. Der Spanier, der im Qualifying noch über ein elektronisches Problem geklagt hatte, baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und fuhr am Ende einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen.

Spannender war der Kampf um den letzten Podestplatz. Bradl, der nur als Achter gestartet war, arbeitete sich auf Rang drei vor. Drei Runden vor Schluss gelang Dovizioso aber das entscheidende Überholmanöver gegen den Deutschen. Danach parierte der Italiener die Angriffe von Bradl erfolgreich und rettete einen knappen Vorsprung über die Ziellinie. „Es ist ein fantastisches Ergebnis und ein tolles Gefühl, jetzt auf Podestkurs zu sein“, jubelte Bradl trotzdem.

Heimsieg für Iannone in Moto2-Klasse

In der Moto2-Klasse feierte der Italiener Andrea Iannone einen Sieg bei seinem Heim-Grand-Prix. Der 22-Jährige setzte sich vor dem Spanier Pol Espargaro und Tom Lüthi aus der Schweiz durch. Marc Marquez kam diesmal über Rang fünf nicht hinaus. Der Spanier liegt in der WM-Wertung aber weiter klar in Führung und hat mit 163 Punkten 34 Zähler Vorsprung auf Espargaro und Iannone.

In der Moto3-Klasse setzte sich der Spanier Maverick Vinales knapp vor dem Italiener Romano Fenati (beide Honda) und Sandro Cortese durch. Der deutsche KTM-Pilot verteidigte damit seine Führung im Gesamtklassement vor dem fünffachen Saisonsieger Vinales, der ihm bis auf neun Punkte nahekam.

Grand Prix von Italien

MotoGP (23 Runden / 120,635 km):
1. Jorge Lorenzo ESP Yamaha 41:37,477
2. Dani Pedrosa ESP Honda + 5,223
3. Andrea Dovizioso ITA Yamaha 10,665
4. Stefan Bradl GER Honda 10,711
5. Valentino Rossi ITA Ducati 11,695
6. Cal Crutchlow GBR Yamaha 12,060
7. Nicky Hayden USA Ducati 12,235
8. Casey Stoner AUS Honda 30,617
9. Hector Barbera ESP Ducati 31,728
10. Alvaro Bautista ESP Honda 34,589
Moto2 (21 Runden / 110,145 km):
1. Andrea Iannone ITA Speed Up 39:52,523
2. Pol Espargaro ESP Kalex + 0,090
3. Thomas Lüthi SUI Suter 0,897
4. Bradley Smith GBR Tech 3 1,025
5. Marc Marquez ESP Suter 3,596
6. Scott Redding GBR Kalex 3,911
7. Takaaki Nakagami JPN Kalex 4,425
8. Dominique Aegerter SUI Suter 11,366
9. Claudio Corti ITA Kalex 12,817
10. Johann Zarco FRA Motobi 13,031
Moto3 (20 Runden / 104,9 km):
1. Maverick Vinales ESP FTR Honda 39:57,374
2. Romano Fenati ITA FTR Honda + 0,020
3. Sandro Cortese GER KTM 0,071
4. Niccolo Antonelli ITA FTR Honda 5,788
5. Danny Kent GBR KTM 5,836
6. Efren Vazquez ESP FTR Honda 5,860
7. Alex Rins ESP Suter Honda 5,906
8. Jakub Kornfeil CZE FTR Honda 18,195
9. Zulfahmi Khairuddin MAL KTM 19,232
10. Hector Faubel ESP Kalex KTM 19,308

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Publiziert am 15.07.2012