Geritzer mit zugeteiltem Boot zufrieden
Der Burgenländer Andreas Geritzer hat sein Boot für die Sommerspiele bereits am Dienstag erhalten und einen guten ersten Gesamteindruck gewonnen. In der Laserklasse wird mit Einheitsbooten gesegelt, sie standen für die Olympiateilnehmer schon nach Nationen beschriftet im Hafen von Weymouth and Portland bereit, Masten und Segel wurden zugelost. Auf den Test auf Wasser wartete Geritzer am Freitag allerdings immer noch, da der Wind in den vergangenen Tagen zu stark gewesen ist.
Im schlimmsten Fall hilft Gewalt
Der Silbermedaillengewinner von 2004 in Athen gilt bei seinen letzten Sommerspielen erneut als Medaillenanwärter, für den 34-Jährigen stehen am 30. Juli die ersten Wettfahrten auf dem Programm. „Es gehört bei der Auslosung von Masten und Segeln immer Glück dazu. Es kann passieren, dass man was Schlechtes ausfasst, aber wir haben Zeit, das herauszufinden. Und wenn man wirklich einen ganz schlechten Mast hat, bricht man ihn einfach ab und bekommt einen neuen. Das Zerstören muss man bezahlen, aber das ist es mir wert“, sagte Geritzer.
Das „London“-Boot hat eine sehr harte Schale, was grundsätzlich positiv ist. „Wenn ein Boot undicht ist, dann dürfen wir ja selber nix angreifen, sondern müssen zum Container gehen und den Arbeiter bitten, die Schrauben zu kontrollieren und abzudichten“, erläuterte Geritzer die Möglichkeiten, die man hat. Wie gut Boot, Mast und Segel sind und wie sie zusammenspielen, sieht man aber natürlich nicht im Trockenzustand, sondern erst beim Probesegeln auf dem Wasser.
Publiziert am 20.07.2012