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Jubiläum für den Weltmeister von 2008
Der McLaren-Pilot hat heuer zwar schon den Grand Prix von Kanada gewonnen und liegt in der WM-Wertung auf Rang vier - klar vor seinem Teamkollegen Jenson Button, der Achter ist. Doch wenn man zurückblickt, wird rasch klar, dass das dem Briten nicht genügt. In seiner ersten Saison in der Königsklasse war er gleich Zweiter geworden, im folgenden Jahr 2008 kürte er sich mit 23 Jahren zum bis dahin jüngsten Weltmeister.
APA/EPA/Valdrin XhemajIn Kanada stand Hamilton heuer schon ganz oben auf dem PodestDanach klappte es für den 18-fachen Grand-Prix-Sieger allerdings nicht mehr ganz nach Wunsch. 2009 wurde er an der Spitze ausgerechnet von Button abgelöst, die beiden nächsten Jahre gehörten Sebastian Vettel. Hamilton musste sich in dieser Zeit mit den Rängen fünf, vier und fünf begnügen.
„Es waren die Umstände“
Auf die Frage, ob er das Gefühl habe, dass er mehr hätte erreichen können, antwortete Hamilton in Hockenheim mit einem klaren Ja. „Aber wenn ich dieses Gefühl nicht hätte, wäre ich nicht der Fahrer, der ich bin“, so der 27-Jährige weiter. Er habe sich jedes Jahr perfekt vorbereitet und habe auch die mentalen Fähigkeiten gehabt, mehr zu gewinnen. „Aber es waren die Umstände, warum uns das nicht gelungen ist“, erklärte Hamilton. „Es waren harte zehn bis 15 Jahre für dieses Team. Ich warte auf die Zeit, wenn sie auf dem Höhepunkt sind. Ich hoffe, dass wir irgendwann an der Reihe sind.“
Er selbst sei überrascht, dass die Zeit so schnell vergangen sei. „Ich freue mich nicht, dass ich meinen 100. Grand Prix fahre. Ich glaube nicht, dass es gut ist, das Älterwerden zu feiern. Der Gedanke, dass man schon 100 Rennen gefahren ist, fühlt sich wirklich unreal an. Ich habe nicht auf den zehnten, 20. oder 50, Grand Prix geachtet. Aber der 100. ist schon wichtig.“ Von den aktuellen Fahrern haben bislang Michael Schumacher, Button, Mark Webber, Fernando Alonso, Kimi Räikkönen, Felipe Massa und Nico Rosberg mehr als 100 Rennen absolviert.
Alonso traut Hamilton WM-Titel zu
WM-Spitzenreiter Alonso rechnet im Kampf um die Weltmeisterschaft jedenfalls noch mit ihm: „Hamilton und Red Bull sind meine schärfsten Rivalen“, erklärte der Ferrari-Pilot vor dem zehnten von 20 Saisonrennen. „Wie jeder von uns hätte er mehr erreichen können. Aber niemand, der Weltmeister geworden ist, kann enttäuscht sein, wenn er es nur einmal geschafft hat. Denn es gibt Hunderte von Fahrern, die diese Chance nicht bekommen.“ Auch Michael Schumacher streute Hamilton Rosen: „Die Fans wollen Gladiatoren, die alles geben und Limits überschreiten. Er ist für uns ein toller Konkurrent, und es ist gut, dass es ihn gibt.“
Und ganz aus der Feierlaune dürfte der Brite rund um seinen Jubliäums-Grand-Prix auch nicht sein. Vor einigen Tagen wurde er bis in die frühen Morgenstunden in Partystimmung in einem Londoner Hotel gesehen. Das britische Boulevardblatt „The Sun“ berichtete ebenso genüsslich wie ausführlich. Zumal auch noch von einigen Damen die Rede war, die mit dem Weltmeister von 2008 feierten - seine Freundin Nicole Scherzinger sei allerdings nicht darunter gewesen.
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Publiziert am 22.07.2012