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Zum zweiten Mal in Folge ganz vorne

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso hat am Samstag die Poleposition für den Formel-1-Grand-Prix von Deutschland erobert. Der 30-jährige Spanier erzielte im von Dauerregen beeinträchtigten Qualifying auf dem Hockenheimring in 1:40,621 Minuten im dritten und letzten Quali-Abschnitt überlegene Bestzeit.

Hinter dem Ferrari-Star folgten die Red-Bull-Piloten Sebastian Vettel (+ 0,405 Sekunden) und Mark Webber (0,875) auf den Plätzen zwei und drei. Da Webber wegen eines Getriebewechsels in der Startaufstellung aber um fünf Plätze zurückversetzt wird, erbt Rekordweltmeister Michael Schumacher (Mercedes) in seinem Heimrennen die dritte Startposition. Für Alonso war es die insgesamt 22. Pole seiner Karriere, die zweite in dieser Saison, nachdem er zuletzt vor zwei Wochen bereits in Silverstone im verregneten Qualifying der Schnellste gewesen war.

Vettel war in seiner vorletzten schnellen Runde auf Webber aufgelaufen, der Australier war wiederum vom vor ihm fahrenden Venezolaner Pastor Maldonado im Williams aufgehalten worden. „Im Finish ist es für uns ein bisschen unglücklich gelaufen“, merkte Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko dazu an.

Techniker mit Regenschirmen schieben Formel-1-AutoAP/Frank AugsteinDie Bedingungen in Hockenheim waren am Samstag nicht gerade ideal

Regen sorgt für „Lotterie“

Zu Beginn des zweiten Qualifiying-Abschnitts setzte so wie schon am Vormittag im Freien Training Regen ein, dadurch wurden die Rundenzeiten entsprechend langsamer. Noch schlimmer wurde es dann für die Top Ten, die ihre Autos kaum noch unter Kontrolle halten konnten.

Alonso hatte sogar für eine Unterbrechung plädiert, war mit seiner Leistung dann aber natürlich zufrieden: „Es waren unglaubliche Bedingungen, für niemanden war es einfach. Aber manchmal ist es besser, die Verhältnisse zu überprüfen. Denn es ist nicht leicht, wenn man mit 280, 290 km/h in eine Kurve fährt und dann Aquaplaning hat. Zum Glück ist am Ende für mich alles gut gelaufen. Ich hatte eine freie Runde und die Piste ist ein wenig aufgetrocknet.“

Auch Vettel sprach die schwierigen Bedingungen an. „Es sind teilweise Flüsse über die Strecke verlaufen. Wir wollten natürlich hier auf Pole stehen, doch Alonsos Strategie mit einem Boxenstopp im letzten Quali-Abschnitt war ein bisschen besser. Es ist aber bei diesen Verhältnissen auch immer eine Lotterie. Du kannst das Auto bei so einem Aquaplaning verlieren, ohne einen Fehler zu machen“, erklärte der 25-jährige Deutsche.

Alonso für alle Verhältnisse gewappnet

Dass die Meteorologen für Sonntag besseres Wetter versprechen, war Alonso relativ egal. „Wir hatten bisher ein eigenartiges Wochenende. Wir haben schon alle möglichen Verhältnisse vorgefunden und bereits alle drei Reifentypen eingesetzt. Mein Auto hat sich aber immer gut angefühlt, deshalb bin ich optimistisch für das Rennen“, sagte der Spanier, der in der WM vor dem zehnten Saisonlauf 13 Punkte vor Webber liegt. Vettel, mit 29 Zählern Rückstand WM-Dritter, glaubt, „dass der Start auf der Innenseite“ ein Vorteil für ihn sein könnte.

Für Webber heißt es dagegen von Beginn weg volle Attacke, wobei auch für den 35-jährigen Routinier die Wetterverhältnisse am Renntag keine allzu große Rolle spielen. „Unser Auto ist stark bei allen Verhältnissen“, sagte der Australier.

McLaren hatte dagegen im Regen erneut Probleme, kamen doch die britischen Ex-Weltmeister Jenson Button und Lewis Hamilton im Qualifying nicht über die Ränge sieben bzw. acht hinaus, nachdem sie am Freitag im ersten Freien Training auf trockener Strecke noch dominiert hatten.

Grand Prix von Deutschland

Startaufstellung:

1. Fernando Alonso ESP Ferrari
2. Sebastian Vettel GER Red Bull
3. Michael Schumacher GER Mercedes
4. Nico Hülkenberg GER Force India
5. Pastor Maldonado VEN Williams
6. Jenson Button GBR McLaren
7. Lewis Hamilton GBR McLaren
8. Mark Webber AUS Red Bull
9. Paul di Resta GBR Force India
10. Kimi Räikkönen FIN Lotus
11. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso
12. Kamui Kobayashi JAP Sauber
13. Felipe Massa BRA Ferrari
14. Bruno Senna BRA Williams
15. Jean-Eric Vergne FRA Toro Rosso
16. Heikki Kovalainen FIN Caterham
17. Sergio Perez MEX Sauber
18. Witali Petrow RUS Caterham
19. Romain Grosjean FRA Lotus
20. Charles Pic FRA Marussia
21. Nico Rosberg GER Mercedes
22. Timo Glock GER Marussia
23. Pedro de la Rosa ESP HRT
24. Narain Karthikeyan IND HRT

Qualifying

Ränge eins bis zehn:
1. Fernando Alonso ESP Ferrari 1:40,621
2. Sebastian Vettel GER Red Bull 1:41,026
3. Mark Webber * AUS Red Bull 1:41,496
4. Michael Schumacher GER Mercedes 1:42,459
5. Nico Hülkenberg GER Force India 1:43,501
6. Pastor Maldonado VEN Williams 1:43,950
7. Jenson Button GBR McLaren 1:44,113
8. Lewis Hamilton GBR McLaren 1:44,186
9. Paul di Resta GBR Force India 1:44,889
10. Kimi Räikkönen FIN Lotus 1:45,811
Ränge elf bis 17 (out in Q2):
11. Daniel Ricciardo AUS Toro Rosso 1:39,789
12. Sergio Perez * MEX Sauber 1:39,933
13. Kamui Kobayashi JPN Sauber 1:39,985
14. Felipe Massa BRA Ferrari 1:40,212
15. Romain Grosjean * FRA Lotus 1:40,574
16. Bruno Senna BRA Williams 1:40,752
17. Nico Rosberg * GER Mercedes 1:41,551
Ränge 18 bis 24 (out in Q1):
18. Jean Eric Vergne FRA Toro Rosso 1:16,741
19. Heikki Kovalainen FIN Caterham 1:17,620
20. Witali Petrow RUS Caterham 1:18,531
21. Charles Pic FRA Marussia 1:19,220
22. Timo Glock GER Marussia 1:19,291
23. Pedro de la Rosa ESP HRT 1:19,912
24. Narain Karthikeyan IND HRT 1:20,230
* in Startaufstellung fünf Plätze zurückgereiht

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Publiziert am 22.07.2012