Diskuswerfer Fazekas droht lebenslange Sperre
Dem ungarischen Diskuswerfer Robert Fazekas droht als Doping-Wiederholungstäter eine lebenslange Sperre. Der 36-jährige Ex-Europameister, der nach seinem Olympiasieg 2004 in Athen wegen Manipulation eines Dopingtests disqualifiziert und zwei Jahre gesperrt worden war, ist im Olympiavorfeld positiv getestet worden, wie Myklos Gyulai, der Präsident des ungarischen Leichtathletik-Verbandes, mitteilte.
Fazekas, bei dem laut seinem Anwalt in der A- und B-Probe Spuren eines verbotenen Steroids gefunden worden sind, muss sich nun am Dienstag vor der Disziplinarkommission des Verbandes verantworten. Erst danach wird laut Gyulai über das Strafmaß sowie den Ausschluss aus Ungarns Team für die Sommerspiele in London entschieden.
Fazekas hatte laut dem deutschen „Dopingjäger“ Werner Franke jahrelang mit der sogenannten „ungarischen Arschrinne“ Dopingtests manipuliert. Dabei wird ein länglicher Plastikschlauch, in dem sich sauberer Urin befindet, in den After eingeführt und dann unter der Peniswurzel befestigt. Durch entsprechendes Zusammendrücken der Pobacken rinnt dann der saubere Urin beim Dopingtest in den Becher. Auch Fazekas’ Landsmann Adrian Annus, dem ebenfalls der Hammerwurf-Olympiasieg 2004 aberkannt wurde, hat laut Franke diese Methode angewandt.
Publiziert am 21.07.2012