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Ried bleibt Admiras „Angstgegner“

Die Südstadt bleibt die Lieblingsdestination der SV Josko Ried. Die kaltschnäuzigen Oberösterreicher siegten am Sonntag in der ersten Runde der tipp3-Bundesliga Admira Wacker Mödling mit 2:0 und sind im Stadion der Niederösterreicher seit nun über 15 Jahren ungeschlagen.

Beide Teams befinden sich mitten in den ersten englischen Wochen der noch jungen Saison. Nach den souverän gelösten ersten Cupaufgaben wurde auch in der Europa-League-Qualifikation Selbstvertrauen getankt: die Admira holte in Litauen gegen Schalgiris Vilnius ebenso ein 1:1 wie die Rieder in Weißrussland gegen Schachtjor Soligorsk. Weiter auf der Erfolgswelle schwammen aber nur die Rieder, die mit der ersten gelungenen Offensivaktion in Führung gingen.

Traumeinstand für Gartler

Mann des Spiels war Rene Gartler, der im Mai von Rapid verpflichtet wurde bei seinem Ligadebüt für die Rieder gleich im Doppelpack traf. Nach Lochpass von Thomas Hinum vollendete der 26-jährige Wiener cool zum 1:0 (14.).

Den Traumeinstand für seinen neuen Club machte Gartler nur fünf Minuten später perfekt. Nach neuerlichem Assist von Hinum setzte er sich gegen Richard Windbichler durch und knallte den Ball wuchtig zum 2:0 ins kurze Kreuzeck (19.). Der Gartler-Doppelpack war für den Cupfinalisten der Lohn für eine kompakte Defensivleistung mit schnellem und präzisem Konterspiel.

Daniel Drescher (Admira) und Torhüter Thomas Gebauer (Ried)APA/Herbert NeubauerRied-Goalie Thomas Gebauer hält sein Tor rein

Magere Ausbeute der Admira

Mit der Abgebrühtheit der Rieder konnten die harmlosen Admiraner nicht mithalten, denn Marcel Sabitzer (17.), Patrik Jezek (22.) und Philipp Hosiner (45.) vergaben gute Chancen, Benjamin Sulimani setzte einen Freistoß knapp neben das Tor (44.). Allerdings hatte die Admira auch bei einigen knappen Abseitsentscheidungen Pech und wurde so um einige Möglichkeiten gebracht.

Auch nach der Pause tat sich die Admira schwer, die kompakten „Wikinger“ in Verlegenheit zu bringen. Ein Volley von Sulimani (60.) und ein Schuss von Sabitzer (70.) waren die magere Ausbeute der Bemühungen der Niederösterreicher. Zum Drüberstreuen sah der neue Admira-Kapitän Windbichler im Finish noch die Gelb-Rote Karte (89.). Die Rieder bleiben damit ein rotes Tuch für die Admira: Kein Heimsieg seit 31. Mai 1997, kein Auswärtserfolg seit 29. Mai 2003.

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): „Ried hat eine absolute Durchschnittsleistung für einen verdienten Sieg gereicht. Das ist sehr ärgerlich. Das, was uns vergangene Saison ausgezeichnet hat, haben wir nicht gezeigt. Wir waren zu harmlos. Aber die Welt geht nicht unter. Die Jungs haben die Qualität, dass wir am Donnerstag in der Europa League den Aufstieg schaffen.“

Heinz Fuchsbichler (Ried-Trainer): „Die Mannschaft ist gut drauf, wir spielen momentan einen guten Fußball. Natürlich war auch der Spielverlauf mit der schnellen 2:0-Führung sehr glücklich für uns. Nach der Pause haben wir nicht mehr viel zugelassen. Die zwei Tore tun Rene Gartler natürlich gut, er hat eine sehr gute Phase. Aber es war wirklich eine geschlossen starke Leistung. Wir sind sehr froh, dass wir mit Gartler und Guillem zwei sehr gute Stürmer haben.“

Rene Gartler (Ried-Doppeltorschütze): „Ich bin sehr froh, dass wir so in die Saison gestartet sind. Ich weiß, was ich kann, und bin überzeugt von mir. Mit Ried habe ich einen Verein gefunden, der mir vertraut. Mit dieser Mannschaft ist sehr viel möglich, da steckt sehr viel Potenzial drinnen. Wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, können wir in Meisterschaft, Cup und Europa League für Furore sorgen.“

Tipp3-Bundesliga, erste Runde

Sonntag:

Admira - Ried 0:2 (0:2)

Südstadt, 2.400 Zuschauer, SR Dintar

Torfolge:
0:1 Gartler (14.)
0:2 Gartler (19.)

Admira: Tischler - Plassnegger, Windbichler, Drescher, Schrott - Sabitzer, Schwab, Toth (82./Mevoungou), Jezek - Sulimani (60./Ouedraogo), Hosiner (68./Thürauer)

Ried: Gebauer - Reiter, Reifeltshammer, Riegler, Schicker - Hinum, Ziegl (67./Zulj), Hadzic - Nacho, Meilinger (86./Grössinger) - Gartler (74./Guillem)

Gelb-Rote Karte: Windbichler (89./Foul, Kritik)

Gelbe Karten: Sulimani, Drescher, Ouedraogo, Mevoungou, Schrott bzw. Schicker

Die Besten: Keiner bzw. Hinum, Gartler

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Publiziert am 23.07.2012