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Mit 800 km/h in Richtung Erde
Die Raumkapsel wurde von einem über 150.000 Kubikmeter großen Heliumballon auf die Höhe von 29.455 Metern transportiert, bevor der Salzburger die Tür der Druckkapsel öffnete und 3:48 Minuten freien Fall mit 862 Stundenkilometern in Richtung Erdboden raste. Nach seiner Landung wurde er mit einem Hubschrauber zurück zur Airforce Base in Roswell gebracht, wo sich das Hauptquartier des Stratos-Projekts befindet.
APA/EPA/Globalnewsroom/Balazs GerdiBaumgartner besteigt die Kapsel, die ihn die Stratosphäre bringt„Es fehlt nur noch ein letzter Schritt“
Mit viel Jubel wurde Baumgartner im Mission Control Centre empfangen. „Wir alle sind heute sehr emotional. Nach einer Woche mit wechselnden Wetterbedingungen sind wir froh, heute den Start geschafft und Felix wieder hier bei uns zu haben. Das Team hat großartige Arbeit geleistet“, freute sich Art Thompson, der technische Direktor von Red Bull Stratos.
„Es waren durchwachsene Tage und eine anstrengende Herausforderung. Jetzt bin ich überglücklich. Das war immer ein großer Traum von mir, es fehlt nur noch ein letzter Schritt“, erklärte Baumgartner nach seiner Landung.
APA/redbullcontentpool.comBallon mit Kapsel: Baumgartner auf dem Weg in 29.455 Meter HöheDer Sprung hätte ursprünglich bereits am Montag stattfinden sollen, war jedoch - ebenso wie am Dienstag - durch Schlechtwetter verhindert worden. Der finale Sprung aus 36,5 Kilometer Höhe soll im August erfolgen. Der 43-Jährige bereitet sich seit fünf Jahren auf das Projekt vor. Bereits im März absolvierte er den ersten Testsprung aus rund 21.600 Metern.
5:30 Minuten im freien Fall
Bei der „Mission Red Bull Stratos“ sollen vier bestehende Rekorde gebrochen werden: der höchste bemannte Ballonflug (36.576 Meter) sowie der höchste Fallschirmsprung. Baumgartner soll auch als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen. Weiters soll er den längsten freien Fall - ungefähr 5:30 Minuten - absolvieren. Mehrere Rekorde hält bisher der frühere US-Soldat Joseph Kittinger, der 1960 aus einer Höhe von 31.000 Metern aus einem Ballon sprang. Kittinger berät das Team Baumgartners.
Baumgartner ist für seine gefährlichen Sprünge bekannt. Mit einem Fallschirm stürzte er sich aus der Höhe, etwa vom Taipei-Center in Taiwan oder von der Christusstatue in Rio de Janeiro. 2003 überflog er mit einem Carbon-Flügel am Körper im freien Fall den Ärmelkanal.
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Publiziert am 26.07.2012