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Wiener nun alleiniger Rekordmeister
Für die Raiders, die im Vorjahr neben der AFL auch die Eurobowl gewonnen hatten, ging die Saison damit titellos zu Ende. Die Vikings hatten die Eurobowl-Finalniederlage gegen die Calanda Broncos eine Woche zuvor offenbar verdaut. Die Wiener starteten dank eines Touchdowns von Dusty Thornhill plangemäß, die von einem stark agierenden Talib Wise angeführten Tiroler konterten und gingen ihrerseits 14:6 in Front. Damit war die Herrlichkeit der Gäste im 200. Spiel der Vereinsgeschichte vorerst aber vorbei.
GEPA/Martin HoermandingerDie Vienna Vikings stürmten auf der Hohen Warte zum Sieg in der Austrian BowlNoch im ersten Viertel verkürzten die Wiener auf 12:14 und stellten bis zur Halbzeit sogar auf 26:14. Im dritten Viertel kam das Team von Coach Shuan Fatah auf 21:26 heran, bald zogen die Vikings aber u. a. durch einen Fumble Recovery Touchdown von Stefan Ruthofer gar auf 40:21 davon. Kurz vor dem Ende des dritten Viertels gelang den Raiders das 28:40, das 34:40 durch den vierten Touchdown von Wise bald nach Wiederbeginn sorgte schließlich noch für Spannung bis zum Schluss.
„Was für ein Spiel“
Knapp drei Minuten vor dem Ende war es Dominik Bubik, dessen „Pick Six“ (Interception Return Touchdown) die endgültige Entscheidung bedeutete: Die Wiener stellten auf 48:34 und ließen sich von ihren Fans feiern. Zum wertvollsten Spieler (MVP) des Finales wurde Viking-Spielmacher Christoph Gross gewählt, der für 272 Yards und drei Touchdowns passte. Die Vikings behielten gegen die Raiders, die ihren vierten Titel nach 2004, 2006 und 2011 verpassten, in dieser Saison damit eine weiße Weste.
Schon die Duelle im Grunddurchgang hatte man mit 17:15 (in Wien) und 14:12 (in Innsbruck) gewonnen. Bisher hatten sich die Vikings den Titel des Rekordmeisters mit den Graz Giants teilen müssen. „Mir fehlen die Worte. Was für ein Spiel“, so Vikings-Coach Chris Calaycay. „Unser Ziel waren 48 Punkte, das haben wir erreicht. Die Raiders haben nie aufgegeben. Wir wussten, dass das Spiel erst mit dem Schlusspfiff vorbei ist.“ Raiders-Trainer Fatah ärgerten die Fehler im Finish: „Der Fumble und die Interception haben uns das Genick gebrochen.“
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Publiziert am 28.07.2012