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Serie gegen Rapid auf dem Prüfstand
„Wir haben großen Respekt vor Rapid, in Hütteldorf sogar sehr großen. Deshalb werden wir es vielleicht ein bisschen defensiver anlegen“, meinte Peter Stöger, der Austria-Trainer mit Rapid-Vergangenheit. Stöger hat von 1995 bis 1997 höchst erfolgreich für Rapid gespielt. Diese Ankündigung widerspricht eigentlich Stögers Plan, mit dem er als Nachfolger von Ivica Vastic bei den „Veilchen“ angetreten ist.
Tipp3-Bundesliga, 3. Runde
Sonntag, Beginn 16.00 Uhr
Live in ORF eins und im Livestream
Rapid - Austria
Hanappi-Stadion, SR Grobelnik
Mögliche Aufstellungen:
Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Kulovits, Ildiz - Burgstaller, Hofmann, Drazan - Boyd
Austria: Lindner - Dilaver, Rotpuller, Ortlechner, Suttner - Vrsic, Holland, Mader - Gorgon, Linz, Jun
„Bewegen uns in kleinen Schritten“
Denn der 46-Jährige will die Austria wieder als attraktiv spielende und offensiv ausgerichtete Mannschaft positionieren und damit in den Europacup zurückkehren. „Wir bewegen uns in kleinen Schritten dorthin“, sagte Stöger knapp zwei Monate nach dem Trainingsstart. Das 0:1 vor einer Woche beim Heimdebüt gegen Sturm Graz war zwar ein Dämpfer, den hat die Mannschaft aber laut Stöger gut verdaut.
„Wir haben trotz der Niederlage gute Stimmung. Weil wir viele Chancen herausgespielt und wenige zugelassen haben“, erklärte der Austria-Trainer, der mit Ausnahme des gesperrten Innenverteidigers Georg Margreitter alle Mann mit ins Hanappi-Stadion nehmen darf. „Mir blutet fast das Herz, dass ich einige Spieler zu den Amateuren schicken muss, damit sie Spielpraxis bekommen. Ich würde am liebsten mehr als elf aufstellen, aber das geht halt nicht“, so Stöger über seine Qual der Wahl.
Stöger rechnet nicht mit Rapid-Müdigkeit
Der Konkurrenzkampf schlägt sich auch in den Trainingsleistungen nieder: „Die Spieler sind giftig, es entsteht ein Teamgeist. Ich spüre, dass sich die Mannschaft etwas zutraut.“ Dass die Rapidler am Donnerstag in Serbien im EL-Einsatz waren, sieht Stöger nicht als entscheidenden Vorteil: „Ich rechne nicht damit, dass Rapid nach 60 Minuten körperlich und geistig auseinanderbricht. Ich würde mich freuen, wenn wir kommende Saison von August bis Mai englische Wochen hätten.“
Medial festgestellte Ähnlichkeiten zwischen ihm und Rapid-Trainer Peter Schöttel sucht Stöger eher vergeblich: „Ich würde behaupten, dass wir beide faire Sportsleute sind. Aber wer uns kennt, weiß, dass wir total unterschiedliche Typen sind.“ Austrias Sportvorstand Thomas Parits hofft, dass die Austria Hütteldorf ungeschlagen verlässt. Parits wünscht sich aber auch ein deutlich besseres Derby als die jüngsten beiden, die nach purer Langeweile jeweils mit 0:0 endeten. „Da wollte offenbar keiner gewinnen. Das war keine Werbung für den Fußball“, sagte Parits.
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Publiziert am 05.08.2012