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Wiedergutmachung für WAC-Heimpleite

Die SV Ried hat im dritten Saisonspiel der tipp3-Bundesliga den zweiten Sieg gefeiert. Die Innviertler setzten sich am Sonntag gegen den FC Wacker Innsbruck mit 2:0 (0:0) durch. Dank den Toren von Anel Hadzic (67.) und Guillem (85.) gelang den Gastgebern die Rehabilitation für die Heimpleite gegen Aufsteiger WAC vor einer Woche.

Trainer Heinz Fuchsbichler setzte fast komplett auf die erfolgreiche Europacup-Mannschaft, verzichtete auf eine große Rotation. Nur der Spanier Nacho rückte für den jungen Grössinger ins rechte offensive Mittelfeld. Aufseiten der Tiroler war Kapitän Abraham wieder fit genug für die Startformation, Wernitznig musste deshalb nach 28 Partien in Folge wieder einmal mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen. Zudem wurde Dakovic durch Kofler in der Innenverteidigung ersetzt.

Defensive zu Beginn Trumpf

Die 4.700 Zuschauer in der Keine-Sorgen-Arena bekamen vorerst aber nur lauen „Sommerkick“ geboten. Den Innsbruckern war die Verunsicherung nach zwei Niederlagen in den ersten beiden Saisonspielen anzumerken, sie waren aber immerhin zweikampfstärker als beim 0:4 gegen Rapid sowie dem 1:2 gegen die Admira. Die Oberösterreicher wirkten nach dem 2:1-Sieg gegen Legia müde.

Da beide Teams das Hauptaugenmerk auf die Defensive legten und kaum ein Spielfluss zustande kam, blieben Höhepunkte bis zur Pause fast komplett aus. Nur eine nennenswerte Aktion gab es auf beiden Seiten und die jeweils nach einem ruhenden Ball. Der wieder im offensiven Mittelfeldzentrum aufgebotene Reiter kam nach einem Hadzic-Freistoß nicht zum Kopfball und beförderte den Ball mit der Schulter drüber (13.). Auf der Gegenseite hatte Ried-Goalie Gebauer mit einem Piesinger-Kopfball nach Schreter-Freistoß seine Mühe, den Nachschuss setzte Saurer drüber (27.).

Thomas Reifeltshammer erzielt ein KopfballtorAPA/Alois FurtnerReifeltshammer sorgte beim Freistoß von Hadzic für Verwirrung

Erlösender Führungstreffer

Nach dem Seitenwechsel änderte sich vorerst wenig am Spielgeschehen, Chancen waren weiterhin Mangelware. Kofler rettete vor dem farblos gebliebenen Gartler zur Ecke (60.), zwei Minuten später schoss Saurer aufseiten der Tiroler daneben. Da gelungene Kombinationen fast über die gesamte Spielzeit fehlten, musste eine Standardsituation die Partie vorentscheiden.

Hadzic verwandelte einen Freistoß direkt (67.), wobei Thomas Reifeltshammer noch zum Ball sprang und damit Wacker-Goalie Safar irritierte. Damit nahm das Spiel noch einmal an Fahrt auf, die Tiroler drückten auf den Ausgleich blieben aber im Abschluss glücklos. Ein Schütz-Volley (71.) verfehlte genauso das Tor wie ein Hinterkopfball von Perstaller (75.) und ein Freistoß von Saurer (81.).

Guillem macht den Sack zu

Bei der besten Gästeaktion rettete Gebauer bei einem Perstaller-Kopfball nach schöner Saurer-Vorarbeit in höchster Not (79.). Zudem schoss Perstaller aus zehn Metern stümperhaft drüber (84.). Die vergebenen Möglichkeiten rächten sich: Guillem machte nach Meilinger-Querpass endgültig den Sack zu (85.). In der Nachspielzeit traf der eingewechselte Wernitznig noch die Stange (92.).

Die Tiroler liegen nach der dritten Niederlage in Folge mit einem Torverhältnis von 1:8 weiterhin am Tabellenende. Das Schlusslicht ist saisonübergreifend insgesamt und auswärts acht Spiele sieglos, auch gegen Ried hat es schon acht Partien nicht mehr gewonnen.

Tipp3-Bundesliga, dritte Runde

Sonntag:

Ried - Innsbruck 2:0 (0:0)

Keine-Sorgen-Arena, 4.700 Zuschauer, SR Hameter

Torfolge:
1:0 Reifeltshammer (67.)
2:0 Guillem (85.)

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Riegler, A. Schicker - Ziegl (52. Carril), Hadzic - Nacho (58. Grössinger), M. Reiter,
Meilinger - Gartler (74. Guillem)

Wacker: Safar - Bergmann, Kofler, Svejnoha, Hauser - Abraham, Piesinger (76. Merino) - Schütz, Schreter (80. Wernitznig), Saurer - Fernandes (66. Perstaller)

Gelbe Karten: Nacho, Hinum, Grössinger bzw. Schütz, Hauser, Kofler

Die besten Spieler: Hadzic, Reiter, Reifeltshammer bzw. Schreter

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Publiziert am 06.08.2012