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Ouedraogo trifft im Doppelpack

Nach der Europacup-Niederlage gegen Sparta Prag ist die Admira in der Meisterschaft auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Die Südstädter gewannen am Sonntag zum Abschluss der dritten Bundesliga-Runde das Niederösterreich-Derby gegen Wiener Neustadt verdient mit 4:0 (2:0) und feierten damit den zweiten Sieg in Folge.

Issiaka Ouedraogo sorgte vor nur 1.900 Fans in der Trenkwalder-Arena mit zwei Toren (17., 24.) für die Vorentscheidung, die weiteren Treffer steuerten Philipp Hosiner (72.) und Marcel Sabitzer (84.) bei. Einziger Wermutstropfen der Hausherren war der Ausfall des Doppeltorschützen noch vor der Pause, er sollte allerdings bis zum Rückspiel am Donnerstag gegen Sparta Prag wieder fit werden.

Die saisonübergreifend seit 16 Spielen sieglosen Wiener Neustädter warten hingegen immer noch auf den ersten Punktegewinn und auch den ersten Saisontreffer, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Wacker Innsbruck übernahmen sie von den Tirolern auch die „rote Laterne“.

Admiras Philipp Hosiner erzielt ein KopfballtorGEPA/Hans OberlaenderHosiner sorgte mit Köpfchen endgültig für klare Verhältnisse

Admira glänzt durch Effizienz

Admira-Trainer Dietmar Kühbauer ließ nach der bitteren 0:2-Heimpleite gegen Sparta das Rotationsprinzip walten. Seebacher (für den angeschlagenen Plassnegger), Thürauer (für Mevoungou) und Hosiner (für Schachner) rückten in die Startformation. Bei hohen Temperaturen versuchten beide Teams, die jeweils auf zwei Sturmspitzen setzten, nach vorne zu spielen.

Die Südstädter waren allerdings doch eine Klasse stärker als die Gäste und vor allem in den entscheidenden Momenten - im Gegensatz zum Donnerstag - effektiver. Der diesmal von Beginn an aufgebotene Thürauer schoss zwar nach 20 Sekunden noch am langen Eck vorbei, in der 17. Minute war die 1:0-Führung aber da. Nach Kopfballvorlage von Schachner traf Ouedraogo überlegt und genau ins Eck.

Das war allerdings nur der erste Streich des Admira-Stürmers. Nach schöner Hosiner-Vorarbeit staubte Ouedraogo zum 2:0 ab, nachdem er im ersten Versuch noch an Neustadt-Goalie Siebenhandl gescheitert war (24.). Mit der komfortablen Führung im Rücken gingen es die Admiraner ruhiger an, der SC war bemüht und hätte auch den Anschlusstreffer machen müssen. Der von Hlinka ideal freigespielte Offenbacher traf aber alleine stehend vor Admira-Tormann Tischler nur die Stange (29.).

Admiras Issiaka Ouedraogo schießt ein TorGEPA/Hans OberlaenderMit Ouedraogo hatte die Abwehr von Wr. Neustadt ihre liebe Not

Gäste mit Pech im Abschluss

Die Gäste, die sogar mehr Ballbesitz hatten, spielten auch nach der Pause voll mit, waren aber im Abschluss einmal mehr ineffizient. Ein Wolf-Kopfball ging daneben (55.). Auf der anderen Seite schob Sulimani den Ball aus sieben Metern fahrlässig am Tor vorbei (57.). Nach 72 Minuten war die Entscheidung endgültig gefallen. Nach Sulimani-Flanke konnte Hosiner am langen Eck frei einköpfeln und erzielte seinen bereits dritten Ligatreffer.

Während die Wiener Neustädter durch Fröschl, dessen Schuss von Tischler herrlich pariert wurde (74.), und Tadic, der die Stange traf (83.), vergebens versuchten, den ersten Saisontreffer zu erzielen, taten die Admiraner noch etwas für das Torverhältnis. Sabitzer überraschte Goalie Siebenhandl mit einem überlegten Schuss aus 18 Metern zum 4:0-Endstand (84.).

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): „Heute bin ich superzufrieden. Vier Tore schießt man nicht so schnell, und die Null steht auch. Nach dem 2:0 haben wir teilweise aufgehört, Fußball zu spielen, da haben die Temperaturen und die Europacup-Belastung aber auch eine Rolle gespielt. In der zweiten Hälfte haben wir am Anfang sehr viel Glück gehabt, da hätte Wiener Neustadt rankommen können. Tischi (Goalie Tischler, Anm.) hat da bewiesen, dass er ein guter Tormann ist. Immerhin haben wir aber auch die zweite Hälfte 2:0 gewonnen. In der Höhe war der Sieg nicht verdient.“

Heimo Pfeifenberger (Wiener-Neustadt-Trainer): „In der ersten Hälfte haben wir nichts zusammengebracht, da war zu wenig Bewegung, wir haben kaum Zweikämpfe gewonnen. Durch die Umstellungen zur Pause (Einwechslungen von Wolf und Rakowitz, Anm.) ist es besser gelaufen. Wir hätten das Spiel in den ersten Minuten nach der Pause noch drehen können. Wir haben unsere Chancen aber zum Teil leichtfertig vergeben, waren nicht konsequent genug. Daran müssen wir jetzt arbeiten.“

Tipp3-Bundesliga, dritte Runde

Sonntag:

Admira - Wiener Neustadt 4:0 (2:0)

Trenkwalder-Arena, 1.900 Zuschauer, SR Drachta

Torfolge:
1:0 Ouedraogo (17.)
2:0 Ouedraogo (24.)
3:0 Hosiner (72.)
4:0 Sabitzer (84.)

Admira: Tischler - Seebacher, Windbichler, Drescher, T. Weber -
Sabitzer, Schwab, Thürauer (64. Schwab), Jezek (75. R. Schicker) -
Ouedraogo (45. B. Sulimani), Hosiner

Wiener Neustadt: Siebenhandl - Mimm, Maak, Kral, M. Berger - Pollhammer, Hlinka, Offenbacher (73. Tadic), Hofbauer (46. D. Wolf) - Fröschl, Friesenbichler (46. Rakowitz)

Gelbe Karten: Thürauer, R. Schicker bzw. Offenbacher

Die Besten: Ouedraogo, Windbichler, Hosiner bzw. D. Wolf, Rakowitz

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Publiziert am 06.08.2012