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„Wir sind die bessere Mannschaft“

Rapid kämpft am Donnerstag um den Verbleib in der Europa League. Gegen Vojvodina Novi Sad müssen die Wiener im Hanappi-Stadion das 1:2 aus dem Drittrundenhinspiel der Europa-League-Qualifikation umdrehen, ansonsten ist das internationale Comeback nach nur zwei Spielen zu Ende.

Dieses Szenario ist für Trainer Peter Schöttel aber nahezu undenkbar. „In Novi Sad hat sich bestätigt, dass wir es mit einem harten Brocken zu tun bekommen. Ich denke aber, dass wir mehr Qualität haben und aufsteigen werden.“ Seine Zuversicht sei nicht aufgesetzt, betonte der Wiener. „Dass ich sage, wir kommen weiter, ist kein Zweckoptimismus. Wir sind die bessere Mannschaft.“

Peter Schöttel hält sich die NaseGEPA/Josef BollweinFür Peter Schöttel ist der Aufstieg ausgemachte Sache

„Gas geben und gewinnen“

In der ersten Partie trat der vermeintliche Klasseunterschied allerdings nicht wirklich zutage. „Doch da haben wir 60 Minuten lang richtig gut gespielt. Nur haben wir dann drei, vier Fehler gemacht, die der Gegner genützt hat“, betonte Schöttel, der mit dem Hinspielresultat trotzdem nicht unzufrieden war. „So verrückt, wie es am Schluss gelaufen ist, kann ich mit dem 1:2 gut leben. Jetzt ist es vom Kopf her eine einfache Sache - wir müssen Gas geben und gewinnen.“

Die 0:3-Ohrfeige am Sonntag im Derby bereitet laut Schöttel keine mentalen Probleme mehr. „Wir haben gar nicht die Zeit, lange darüber nachzudenken. So eine Niederlage tut weh, aber es gibt noch mehrere Chancen, die Austria in dieser Saison zu schlagen.“

Europa-League-Quali, 3. Runde

Rückspiel, Beginn 21.05 Uhr

Live in ORF eins und im Livestream

Rapid - Novi Sad -:- (-:-)

Hanappi-Stadion, SR Malek (POL)

Mögliche Aufstellungen:

Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Ildiz,
Kulovits - Burgstaller, Hofmann, Drazan - Boyd

Novi Sad: Supic - Vulicevic, Djuric, Trajkovic, Pavlovic - Serginho
Greene, Poletanovic - Skuletic, Moreira, Stevanovic - Oumarou

Hinspiel 1:2

Hoffen auf englische Wochen

Gegen Vojvodina Novi Sad bietet sich hingegen nur noch eine Gelegenheit - und die muss unbedingt genutzt werden, um dem Verein zusätzliche Einnahmen und den Spielern weitere wertvolle internationale Erfahrung zu ermöglichen. „Schon die Testspiele letztes Jahr gegen Valencia und vor ein paar Wochen gegen Roma waren wichtig, genauso wie das Spiel in Novi Sad. Davon profitiert die Mannschaft“, erklärte Schöttel.

Deshalb würde der 45-Jährige eine Verlängerung der englischen Wochen gerne in Kauf nehmen, selbst wenn darunter die Leistungen in der Bundesliga leiden könnten. „Wir haben ein Jahr lang hart für den internationalen Startplatz gearbeitet, da wäre es schade, wenn es gleich wieder vorbei ist. Das wird aber auch nicht passieren.“

Um den frühen Europacup-Exodus zu vermeiden, dürfte der Ex-Teamspieler wieder zum Mittel der Rotation greifen. „Doch nicht aus Jux und Tollerei, sondern um sich optimal auf den Gegner einzustellen“, sagte Schöttel. Ein Kandidat für die Ersatzbank ist Stefan Kulovits, der mit einem schweren Fehler die Niederlage gegen die Austria eingeleitet hatte. „Ich habe ihn noch nicht darauf angesprochen. Aber man merkt, dass es an ihm nagt“, meinte der Rapid-Coach.

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Publiziert am 09.08.2012