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Fuchsbichler erwartet schwierige Partie
Im Vorjahr eliminierten die im Europacup ungesetzten Rieder Bröndby Kopenhagen in der dritten Qualirunde - nach einem 2:0 zu Hause trotz eines zwischenzeitlichen 0:4-Rückstands im Rückspiel. Die damals gezeigte Nervenstärke wollen die am Mittwoch via Charter aus Linz aufgebrochenen Oberösterreicher auch in Warschau beweisen. Die in der Meisterschaft bewährte Kontertaktik soll Polens Traditionsclub verzweifeln lassen.
GEPA/Mathias MandlAnel Hadzic will den Warschau-Fans „die Party vermiesen“Warschau unter Zugzwang
„Es ist ein wenig leichter, wenn der Gegner auf Offensive schalten muss. Das ist ein kleiner Vorteil. Aber Legia wird sicher alles unternehmen, um die nötigen Tore zu schießen“, skizzierte Rieds Trainer Heinz Fuchsbichler seine Erwartungshaltung vor der Partie. Der Druck liege sicher beim Gegner. Dieser habe aber bereits unter Beweis gestellt, vor heimischer Kulisse weitaus zwingender agieren zu können als auswärts.
In der zweiten Qualifikationsrunde ging der lettische Vertreter Metalurgs Liepajas in Warschau beispielsweise 1:5 unter. „Legia verlässt sich sehr auf seine Heimstärke. Wir können uns einstellen, dass da noch einiges kommen wird“, vermutete Fuchsbichler. Die Generalproben erledigten beide Mannschaften erfolgreich. Während Ried in der Bundesliga gegen Wacker 2:0 siegte, setzte sich das Team von Trainer Jan Urban im polnischen Cup gegen Zweitligist Okocimski KS Brzesko 4:0 durch.
Europa-League-Quali, 3. Runde
Rückspiel, Beginn 19.00 Uhr
Live in ORF eins und im Livestream
Legia Warschau - Ried -:-(-:-)
Warschau, Pepsi Arena, SR Hacmon (ISR) - der
Mögliche Aufstellungen:
Legia: Kuciak - Jedrzejczyk, Zewlakow, Astiz, Rzezniczak - Vrdoljak - Kucharczyk, Radovic/Lukasik, Gol, Zyro - Saganowski
Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Riegler, Schicker - Ziegl, Hadzic - Nacho, Reiter, Meilinger - Gartler
Hinspiel 1:2
„Vor 30.000 Fans feiern“
Sorgen machen Ried auch die bekanntlich heißblütigen polnischen Fans nicht. „Die Mannschaft weiß schon mit so einer Stimmung umzugehen. Diese Kulisse muss ein Motivationsschub sein“, sagte Fuchsbichler. Mittelfeldmann Anel Hadzic will gar als Partyschreck auftreten: „Leicht wird es sicher nicht, wir sind noch immer der Außenseiter. Aber wir wollen 30.000 Zuschauern die Party vermiesen und so feiern wie gegen Bröndby.“
Personell kann Ried aus dem Vollen schöpfen. Hinspieltorschütze Rene Gartler dürfte als Solospitze erneut den Vorzug vor dem Spanier Guillem erhalten. Mit im Flieger saßen auch der in den vergangenen Wochen nicht fitte Clemens Walch sowie die Rekonvaleszenten Markus Hammerer und Wolfgang Schober; die „Rieder Familie“ wird großgeschrieben. Fuchsbichler will sogar eine Europacup-Euphorie geortet haben: „Man spürt einfach die Vorfreude. Man hat schon beim Training gemerkt, dass das Kribbeln da ist.“
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Publiziert am 09.08.2012