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Grün-weißer Jubel in der Nachspielzeit
Nach der Roten Karte für Novi-Sad-Verteidiger Vladan Pavlovic (84.) fixierten die Rapidler erst in der Nachspielzeit den Aufstieg. Deni Alar traf per Foulelfmeter in der 91. Minute, Terrence Boyd machte dann in der 98. Minute endgültig alles klar. Den nächsten Gegner erfahren die ungesetzten Rapidler schon am Freitag bei der Auslosung in Nyon.
APA/Herbert NeubauerNach dem späten Elfertor von Alar brachen in Hütteldorf alle DämmeIdeenlos gegen defensive Gäste
Es lag an Rapid, die heimische Fußballehre zu retten. Dafür war allerdings eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der 0:3-Derby-Schlappe am Sonntag notwendig. Dafür nahm Trainer Peter Schöttel auch drei Änderungen vor: Markus Heikkinen, Thomas Prager und Guido Burgstaller rückten für den erkrankten Muhammed Ildiz, Stefan Kulovits und Alar in die Startformation.
Rapid versuchte zwar druckvoll zu agieren, fand aber wie schon zuletzt auch gegen die Austria keine Mittel, um echte Chancen herauszuspielen. Die grün-weißen Geistesblitze fehlten, um die vor allem auf Defensive bedachten Gäste auszuhebeln. Wenn überhaupt, dann wurde es nach Standardsituation gefährlich. Steffen Hofmann schoss einen Freistoß genauso über das Tor (25.) wie Christopher Drazan seinen Versuch nach einer Eckballvariante (32.).
Ansonsten plätscherte das Geschehen sehr zum Gefallen der Serben ereignislos Richtung Pause. Novi Sad tauchte nur einmal in den ersten 45 Minuten gefährlich im Rapid-Strafraum auf, Marko Poletanovic vergab aus kurzer Distanz (34.).
APA/Herbert NeubauerDer Ausschluss von Pavlovic verlieh Rapid noch einmal neue KräfteVergebene Chancen nach der Pause
Rapid startete mit mehr Elan in die zweite Spielhälfte und versuchte eine schnelle Entscheidung herbeizuführen, was beinahe auch gelang. Nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff ging ein Schuss von Boyd (46.) am langen Eck vorbei. Nur wenig später scheiterte der Rapid-Stürmer per Kopf am blendend reagierenden Goalie Nemanja Supic (53.). Burgstaller verfehlte das lange Kreuzeck (56.) und damit war der grün-weiße Zwischensprint wieder vorbei.
Die Schlussoffensive wurde vom aufgerückten Verteidiger Mario Sonnleitner eingeleitet, nach Hofmann-Freistoßflanke landete Sonnleitners Kopfball an der Latte (74.). Novi Sad versuchte bei jeder Gelegenheit mit Mätzchen und Verzögerungen, womöglich entscheidende Sekunden herauszuschinden. In der 84. Minute flog Pavlovic nach einem brutalen Foul an Christopher Trimmel mit der Gelb-Roten Karte vom Feld.
Kein Finish für schwache Nerven
Wie schon im Hinspiel war das Finish nichts für schwache Nerven. Diesmal hatten die Rapidler das bessere Ende für sich. Nach Foul von Branislav Trajkovic an Boyd entschied der Referee auf Elfmeter. Nicht der im Hinspiel vom Elferpunkt gescheiterte Hofmann, sondern Alar schnappte sich den Ball und verwertete eiskalt flach ins rechte Eck zum 1:0 (91.). Sekunden vor dem Schlusspfiff machte Boyd dann gegen die plötzlich verzweifelt stürmenden Serben mit dem 2:0 nach Konter alles klar (98.).
Europa League, dritte Qualirunde, Rückspiel
Donnerstag:
Rapid - Vojvodina Novi Sad 2:0 (0:0)
Hanappi-Stadion, 15.800 Zuschauer, SR Malek (POL)
Torfolge:
1:0 Alar (91./Elfmeter)
2:0 Boyd (98.)
Rapid: Königshofer - Trimmel, Sonnleitner, Gerson, Katzer - Heikkinen, Prager (71./Alar) - Hofmann, Burgstaller (93./Kulovits), Drazan - Boyd
Vojvodina: Supic - Vulicevic, Djuric, Trajkovic, Pavlovic - Serginho Greene (88./Jokic), Ajuru (73./Mitosevic) - Stevanovic, Moreira, Poletanovic (92./Bojovic) - Oumarou
Rote Karte: Pavlovic (83./Foul)
Gelbe Karten: Alar, Boyd bzw. Ajuru, Serginho Greene, Pavlovic
Die Besten: Burgstaller, Hofmann bzw. keine
Hinspiel 1:2 - Rapid mit Gesamtscore von 3:2 im Europa-League-Play-off (Auslosung am Freitag/Spieltermine 23. bzw. 30. August).
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Publiziert am 10.08.2012